Continental in tödliche Pannenserie von General Motors verwickelt

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 18. April 2014 - 14:36

Continental-Chef Heinz-Gerhard Wente droht Ärger aus den USA. Ein Tochter-Unternehmen ist wegen fehlerhafter Airbags angeklagt worden. (Foto: dpa)

Im Rückruf-Skandal bei General Motors (GM) droht nun auch dem deutschen Autozulieferer Continental Ärger. In einer bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Kalifornien eingereichten Klage wird eine Conti-Tochter beschuldigt, dass von ihr produzierte Airbags für den amerikanischen Konzern nicht funktioniert hätten. Hintergrund ist ein Zündschlossdefekt in GM-Fahrzeugen: Stößt der Fahrer etwa an den Zündschalter, geht unter Umständen der Motor aus. Auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags fallen dann aus. Der Fehler wird mit mindestens 13 Todesfällen in Verbindung gebracht. 2,6 Millionen Autos der Opel-Mutter wurden zurückgerufen.

Nach Darstellung der Kläger stellte Conti Airbag-Systeme für die betroffenen Wagen her. Demzufolge gehören dazu auch Sensoren, die bestimmen sollen, ob und wann ein Airbag bei einem Unfall aufgeblasen wird. Das System von Continental sei fehlerhaft, weil es sich ausschalte, wenn der Zündschlüssel in eine andere Position gebracht werde, heißt es in der Klageschrift. Der Anwalt Adam Levitt erklärte, Continental habe anscheinend bereits im Jahr 2005 von dem Fehler gewusst. Damals habe es ein Treffen mit GM gegeben, um nach einem Unfall zu ermitteln. Continental habe weder die Airbags überarbeitet noch die zuständige Behörde oder die Öffentlichkeit gewarnt, erklärte der Jurist.

Der Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Eine Sprecherin hatte Reuters zuletzt gesagt, es sei in der Branche weltweit üblich, dass Airbags bei ausgeschalteter Zündung nicht ausgelöst würden.

Continental ist nicht der erste Zulieferer, gegen den in dem Fall geklagt wird. Auch der Zündschalter-Hersteller Delphi Automotive ist betroffen. Wie aus Delphi-Unterlagen an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hervorgeht, gab es auch Probleme mit den Zündschlössern bei Fahrzeugen der Luxusmarke Cadillac. Demzufolge berichteten darüber GM-Ingenieure vor mehr als acht Jahren. Testfahrer hätten den Motor während der Fahrt aus Versehen mit den Knien abgestellt. Weder von GM noch von der Verkehrsaufsicht waren zunächst Stellungnahmen zu erhalten.

GM hat wiederholt erklärt, die wegen der Zündschlossprobleme zurückgerufenen Autos könnten weiterhin sicher gefahren werden, sofern sich nur der Zündschlüssel am Schlüsselbund befindet. Dies sei durch mehr als 80 Tests belegt. Dabei sei allerdings nicht geprüft worden, ob eine Berührung des Zündschlüssels mit den Knien den Motor abwürgen könnte, räumte ein Konzernsprecher ein. Opferanwälte und Verbraucherschützer waren am Donnerstag vor einem texanischen Gericht mit ihrem Antrag gescheitert, den Betrieb der Fahrzeuge solange zu untersagen, bis Reparaturen vorgenommen wurden. Viele Kläger werfen GM vor, von dem Problem mehr als ein Jahrzehnt gewusst zu haben.

Ausschreitungen in Brasilien: Polizei löst Streik mit Gewalt auf

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 18. April 2014 - 14:35

Militäreinheiten mussten im brasilianischen Salavdor Recht und Ordnung wiederherstellen. (Foto: dpa)

In der brasilianischen Stadt Salvador haben die Behörden am Donnerstag einen mehrtägigen Polizeistreik beendet. Die Militärpolizei von Bahia schickte tausende Beamte in die Hauptstadt des Bundesstaates, um in der Stadt Recht und Ordnung wieder herzustellen.

Seit Beginn des Ausstands am Dienstag hatte Salvador eine Welle der Gewalt erlebt. Es gab zahlreiche Plünderungen und Raubdelikte. Örtliche Medien berichteten, innerhalb von 42 Stunden seien 40 Menschen ermordet worden. Es war jedoch zunächst nicht klar, ob die Taten in direktem Zusammenhang mit dem Streik standen.

In der Nacht zu Donnerstag hatten Plünderer mehrere Läden und Supermärkte ausgeräumt und verwüstet. Salvador ist ein Austragungsort der diesjährigen Fußball-WM. Die deutsche Nationalelf bestreitet dort am 16. Juni ihr erstes Spiel.

In Bahia hatte es bereits 201

2 einen Polizeistreik gegeben, der von massiver Gewalt begleitet war. Während des 12-tägigen Ausstands kamen mehr als 130 Menschen ums Leben. Auch damals wurden Bundesbeamte entsendet. Der jüngste Polizeistreik hatte begonnen, nachdem Verhandlungen über höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen gescheitert waren.

Nato schickt weitere Marine-Schiffe ins Baltikum

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 18. April 2014 - 13:41

Die Nato trainierte bereits im November 2013 beim Manöver ‘Steadfast Jazz’ den Ernstfall in der Ostsee. (Foto: dpa)

Die Nato schickt fünf Marine-Schiffe in die Ostsee. Als Grund werden die Krise in der Ukraine und die wachsende Unsicherheit der baltischen Staaten genannt. Das Nato-Marinekommando sagte am Donnerstag, man schicke vier Minenräumer und ein Begleitschiff in die Ostsee. Dabei handelt es sich um Schiffe aus Belgien, den Niederlanden, Norwegen und Estland.

Man wolle die angespannte Lage nicht weiter eskalieren, sondern durch die Truppenverlegung vielmehr „Solidarität mit den Bündnispartnern demonstrieren“, zitiert Voice of America einen Nato-Sprecher.

Durch die Verlegung der Marine-Schiffe verstärkt die Nato ihre Truppenpräsenz an der Ostgrenze weiter. Zuvor hatte das Militärbündnis bereits Kampfjets und Schiffe in den baltischen Staaten zusammen gezogen (mehr hier).

Die Verlegung kommt insofern überraschend, da sich die USA, Russland, die EU und die Ukraine am Donnerstag in Genf darauf verständigten, die angespannte Lage in der Ukraine zu deeskalieren (hier). In einer gemeinsamen Erklärung riefen die Teilnehmer der Konferenz zu einem Ende der Gewalt auf. Darüber hinaus forderten sie die Entwaffnung aller „illegal bewaffneten Gruppen“ sowie die Freigabe aller besetzten Gebäude.

Pro-russische Separatisten halten ungeachtet der Beschlüsse der internationalen Ukraine-Konferenz in der Ostukraine weiter zahlreiche Regierungsgebäude besetzt. Es seien zusätzliche Garantien für die eigene Sicherheit nötig, erklärten sie am Freitag.

„Werden wir die Gebäude verlassen, so dass sie uns einfach festnehmen können? Ich glaube nicht“, sagte einer der Separatisten in Slawjansk. In Luhansk erklärte ein Besetzer, es habe sich nichts geändert: „Wir bleiben.“

In Donezk erklärten die Separatisten, sie zögen erst ab, wenn auch die Unterstützer der neuen Regierung in Kiew ihr Lager auf dem dortigen Unabhängigkeitsplatz aufgegeben hätten.

„Wir warten ab, was sie tun, bevor wir hier Entscheidungen fällen“, sagte einer ihrer Anführer, Alexander Sachartschenko, der Nachrichtenagentur Reuters. Die auf dem Unabhängigkeitsplatz Maidan ausharrenden ukrainischen Nationalisten erklärten, sie wollten dort bis zur Präsidentenwahl am 25. Mai bleiben.

Ungeachtet der Genfer Vereinbarung zur Deeskalation setzt auch die Regierung in Kiew ihre Militäraktion gegen pro-russische Separatisten fort.

Die Anti-Terror-Operation läuft weiter. Wie lange sie andauern wird hängt davon ab, wie lange Terroristen in unserem Land bleiben“, sagte die Sprecherin der Staatssicherheit, Marina Ostapenko, am Freitag vor Journalisten in Kiew.

Reform des Quotensystems: China will Anleihemarkt offenbar stärker öffnen

www.manager-magazin.de - 18. April 2014 - 12:04
Die Regierung in Peking will es Ausländern künftig erleichtern, auf dem weltweit drittgrößten Anleihemarkt zu handeln. Insidern zufolge soll die Regelung aber nur für bestimmte Investoren gelten.

Österreich: Skandal-Bank Hypo Alpe Adria hat noch mehr Leichen im Keller

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 18. April 2014 - 10:55

Während Bundeskanzler Werner Faymann viel Zeit mit Repräsentation verbringt – hier der Abschieds-Besuch des EU-Präsidenten Herman Van Rompuy in Wien – türmen sich bei der Hypo Alpe Adria neue Probleme auf. (Foto: dpa)

Die zum Verkauf stehenden Töchter auf dem Balkan werden der verstaatlichten österreichischen Bank Hypo Alpe Adria nach eigener Einschätzung maximal eine halbe Milliarde Euro einbringen. “Fazit ist: Wir werden sicher keinen höheren Preis als den Buchwert bekommen”, sagte der neue Hypo-Vorstandschef Alexander Picker am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Wien. Er habe sich dagegen gewehrt, das Balkan-Geschäft in der Bilanz für 2013 abzuschreiben, doch die Wirtschaftsprüfer hätten eine Wertberichtigung um rund die Hälfte auf 500 Millionen Euro gefordert.

Die Hypo Alpe Adria will die Tochterfirmen in Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro noch in diesem Jahr verkauft haben. Die EU-Kommission hatte den Verkauf bis Mitte 2015 verlangt, nachdem die Bank mit milliardenschweren Staatshilfen gerettet werden musste. Bindende Angebote sind in den nächsten Tagen fällig. Organisiert wird die Auktion von der Deutschen Bank. Finanzinvestoren und strategische Bieter hätten Interesse gezeigt, sagte Picker, ohne Namen zu nennen. Einige davon wollten sogar das ganze Balkan-Geschäft übernehmen.

Die Töchter in Südosteuropa sind der einzige werthaltige Teil der Hypo Alpe Adria. Den Rest des Geschäfts muss Picker in eine “Bad Bank” übertragen, in der es abgewickelt werden soll. Auch ein Teil des Geschäfts auf dem Balkan wandert dorthin. Zum Verkauf steht nun noch eine Bilanzsumme von 8,5 Milliarden Euro, Ende 2012 lag sie noch bei 10,1 Milliarden. Der Anteil der faulen Kredite sank dabei auf 12,3 (15,0) Prozent. Angesichts einer 340 Millionen schweren Risikovorsorge schrieb die Hypo Alpe Adria auf dem Balkan 286 Millionen Euro Verlust. Auch im laufenden Jahr sei kein konjunktureller Rückenwind zu erwarten.

Im Konzern stand 2013 unter dem Strich ein Verlust von 1,86 Milliarden Euro. “Es gab mehr Leichen im Keller, als wir gedacht hatten”, sagte Picker, der erst im neuen Jahr auf seinen Posten gekommen war. Die Wertberichtigungen für faule Kredite haben sich auf 1,36 Milliarden Euro mehr als vervierfacht. Eine “böse Überraschung” sei auch das Geschäft in Italien gewesen, das 238 Millionen Euro Verlust machte – unter anderem weil die Staatsanwaltschaft dort Betrug im Leasing-Geschäft wittert.

Die öffentliche Debatte um eine Beteiligung der Anleger an einer Abwicklung der Hypo Alpe Adria habe das Einlagengeschäft im Herbst schwer belastet, erklärte die Bank. Ende März entschied sich die österreichische Regierung aber doch für die Gründung einer staatlichen “Bad Bank”, in die ein Bilanzvolumen von 17,7 Milliarden Euro eingebracht werden soll – auf Kosten des Steuerzahlers. Im September soll sie stehen, noch vorher braucht die Bank weitere 700 Millionen Euro, um ihre Mindest-Kapitalausstattung aufrechterhalten zu können.

Nachdem der Staat seit 2008 insgesamt 5,5 Milliarden Euro in die Klagenfurter Bank gepumpt hat – zuletzt Anfang April weitere 750 Millionen Euro, kommt sie auf eine Kernkapitalquote von 9,8 Prozent. Picker schloss nicht aus, dass auch die Abbaubank letztlich pleitegehen könnte, sobald die Garantien des Landes Kärnten von 12,2 Milliarden Euro ausliefen. Als Österreich die Bank 2009 retten musste, hatte das Heimat-Bundesland der Hypo Alpe Adria mit seinen gut eine halbe Million Einwohnern noch für 21,5 Milliarden Euro gebürgt.

Gefeuerter Yahoo-Mann: 58 Millionen Dollar Gehalt für 15 Monate Arbeit

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 18. April 2014 - 9:45

Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Teure Management-Fehler. (Foto: dpa)

Der nach nur 15 Monaten im Amt entlassene Yahoo-Manager Henrique de Castro bekommt eine Abfindung von 58 Millionen Dollar. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pflichtmitteilung von Yahoo an die Börse hervor. De Castro war von Yahoo-Chefin Marissa Mayer zu ihrem Stellvertreter ernannt worden. Castro hätte für Yahoo das Anzeigengeschäft ankurbeln sollen. Mayer war vor einigen Jahren mit großem Brimborium von Google an die Spitze von Yahoo geholt worden. Dort hat sie außer medienwirksamen Auftritten bisher kaum etwas bewegt.

Yahoo hat kaum Innovationen vorzuweisen. Das Magazin Forbes analysiert die bisherige Leistung Mayers und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

58 Millionen Dollar für einen, den Mayer noch vor 15 Monaten hochgejubelt hatte und nun offenbar für einen Versager hält: Eine solche Maßlosigkeit zeigt, dass die Verfallserscheinungen der Konzern-Söldner nun auch bei Yahoo angekommen sind. Die Manager sehen die Konzerne als Melk-Kuh an, um sich persönlich zu bereichern. Die Rechnung muss der Anleger zahlen.

Das sind römische Dekadenz-Erscheinungen.

Die Anleger sollten gewarnt sein – und dem Marketing von Yahoo mit größter Skepsis begegnen.

Denn Marissa Mayer verkündet schon die nächsten großen Dinge: Sie will Medienberichten zufolge den Rivalen Google als Standard-Suchmaschine von Apple -Geräten verdrängen. Mayers Bemühungen seien bereits weit gediehen, berichtete das Technologienachrichten-Portal Re/code unter Berufung auf Yahoo-Kreise. Es gebe detaillierte Vorschläge, wie die Apple-Manager überzeugt werden sollen. Der Technologie-Blog “Apple Insider” berichtete, die frühere Google-Managerin Mayer habe sich angeblich die Unterstützung von einigen Apple-Führungskräften gesichert.

Google Search ist die Suchmaschine, die auf Apple-Produkten wie dem Smartphone iPhone und dem Tablet-Computer iPad voreingestellt ist. Dadurch werden riesige Mengen an Internetverkehr zu Google gelenkt, die der Konzern über die Anzeigenvermarktung zu Geld machen kann. Laut “Apple Insider” zahlt Google Apple dafür rund eine Milliarde Dollar jährlich.

Yahoo-Chefin Mayer kämpft darum, den Internet-Pionier wieder in Schwung zu bringen. Dieser wies zwar im vergangenen Quartal erstmals seit langem wieder ein leichtes Wachstum aus, ihm fehlt im Werbegeschäft aber weiter die Durchschlagskraft der Rivalen Google und Facebook.

Es ist möglich, dass sich Apple die schlechte Suche von Yahoo teuer bezahlen lässt.

Yahoo bringt das strategisch nichts – außer eine kurzfristige Belebung des Aktienkurses, entsprechende Boni und die Verlängerung der Selbstbedienungs-Party.

Focus Ventures Ltd.: Stärke der Aktie hält an

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 8:09
Eine Rohstoffaktie auf Jahreshoch findet man aktuell nicht so oft. Doch unser Depotwert Focus Ventures ist eine der wenigen Ausnahmen. Die Aktie des Phosphat-Unternehmens mit dem Bayovar II Projekt in ...

Dr. Paul Craig Roberts: Ist Belgien Teil eines ausgeklügelten Plans der USA?

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 8:00
Nachdem Belgien jüngsten offiziellen Zahlen zufolge im Februar dieses Jahres erneut eine [news=203581]Rekordmenge an US-Staatsanleihen[/news] erworben hat und sich die Bestände des kleinen Landes dami ...

Institutionelle Anleger dominieren die Märkte und tanzen auf dem Vulkan

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 7:00
Janet Yellen komplettiert das geldpolitische Trio Infernale In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren und auch hier im Claus Vogt Marktkomme ...

Panex Resources: Eingang sämtlicher Ergebnisse des 1. Bohrprogramms beim Goldprojekt Giro im Moto Belt (DRK)

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 6:08
Höhepunkte · Alle Ergebnisse der Bohrungen bei Giro eingegangen · Bohrungen beschränkten sich auf das Zielgebiet Giro, in dem historische Abbauarbeiten stattfanden · Goldmineralisierung wurde ...

USD/CAD - Kampf um das Level von 1,1000 CAD

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 6:00
Veröffentlichung vom 17.04.2014 Einleitung: Mit dem Rückgang vom 10. April unter das Niveau von 1,1000 CAD trübte sich die ohnehin zuvor schon sichtlich bärische Lage beim USD/CAD weiter ein. ...

Ideas TV: Kauft die EZB bald in großem Stil Anleihen?

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 6:00
ideasTV ist das Fernsehformat der Derivateabteilung der Commerzbank. Die Erstausstrahlung im DAF findet immer am Mittwochabend um 18.45 Uhr statt. Die Sendung wird in den Folgetagen im Programm wieder ...

Bill Murphy (GATA) über Geldmanipulation und die Zukunft des Goldes (Teil 1/2)

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 6:00
Das folgende Interview mit William Murphy wurde am 23. März auf thedailybell.com veröffentlicht. Zur Person: Bill Murphy wuchs in Glen Ridge (New Jersey) auf und machte 1968 seinen Abschluss an de ...

Gold- und Devisenreserven Russlands um 3,8 Mrd. USD gestiegen

Goldseiten.de - 18. April 2014 - 5:00
Wie die russische Zentralbank gestern bekannt gab, sind die Gold- und Devisenreserven des Landes in der am 11. April 2014 geendeten Woche um 3,8 Mrd. USD gestiegen. Damit beliefen sich die internation ...

Athen verschenkt von Steuerzahlern gerettete Bank an Spekulanten

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 17. April 2014 - 23:33

Griechenlands „Weg ist noch nicht zu Ende gegangen“ so Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Athen-Besuch in der vergangenen Woche. (Foto: dpa)

Die griechische Eurobank emittiert neue Anleihen. Sie teilte mit, dass die Neuemission bis Mai abgeschlossen werden solle. Bisher war der von den europäischen Steuerzahlern stets neu aufgefüllte griechischen Bankenrettungsfonds HFSF (Hellenic Financial Stability Fund) der Mehrheitseigentümer der Bank. Zu dem Fonds gehören die vier größten Banken des Landes – neben der Eurobank die National Bank, Alpha Bank und die Piraeus Bank. Diese waren im vergangenen Sommer mit 25 Milliarden Euro rekapitalisiert worden. Der Fonds erhielt im Gegenzug Aktien der Banken. Eurobank ist nach der Alpha Bank und der Piraeus Bank das dritte Geldhaus, das neue Aktien ausgibt.

Die Kapitalerhöhung mittels der Aktienausgabe wurde genehmigt, um dem eigentlichen Kapitalbedarf von 2,95 Milliarden Euro näherzukommen. Die 2,95 Milliarden Euro wurden von der griechischen Zentralbank BoG (Bank of Greece) angesetzt, nachdem die BoG im März den US-amerikanischen Vermögensverwalter Blackrock – der als der weltweit größte Vermögensverwalter gilt – für einen griechischen Banken-Stresstest engagiert hatte, um die Kapitalbedarfe für alle griechischen Banken zu ermitteln.

Blackrock ging demnach von einer Kapital-Lücke von 6 Milliarden Euro aus. Die Troika berechnete dagegen den fehlenden Finanzbedarf für alle griechischen Banken auf bis zu 20 Milliarden Euro (mehr hier).

Mit der Aktienausgabe von Eurobank sollen offenbar faule Kredite abgefangen werden. Wie hoch sie bei der Eurobank ausfallen, ist jedoch nicht bekannt.

Indessen wurde berichtet, dass der griechische Bankenrettungsfonds HFSF, dem die Eurobank zu 95 Prozent gehört, die kanadische Investorengruppe Fairfax als „Ankerinvestoren“ ausgewählt hat.

Fairfax verpflichtete sich offenbar dazu, 47 Prozent oder 1,33 Milliarden Euro der neuen Aktien-Emissionen zu kaufen. Nach Angaben des HFSF gehören andere große Anleger wie Capital Research and Management, Wilbur Ross, Fidelity, Mackenzie und Brookfield zu den Interessenten.

Bereits im vergangenen Jahr gab die HFSF Aktien für rund 5,9 Milliarden Euro aus, was einem Wert von 1,54 Euro pro Aktie entsprach, um die Eurobank wiederzubeleben.

Investoren könnten jetzt weniger als 0,30 Euro pro Aktie bezahlen, was einem Rabatt von mehr als 25 Prozent entspricht. Der Wert dieser Aktien könnte deutlich steigen, nachdem die Eurobank voll rekapitalisiert ist, berichtet Reuters.

Der Vorgang führte in Griechenland zu heftiger Missbilligung gegenüber der Regierung und dem HFSF. Kritiker sind einhellig der Ansicht, dass die Eurobank mit erheblichem Aufwand und zu Lasten der griechischen Steuerzahler rekapitalisiert werde.

Dank der jüngsten griechischen Gesetzgebung verkauft der Rettungsfonds HFSF Aktien zu einem geringeren Preis als er sie gekauft hat, meldet die griechische Website Macropolis. Damit erhalten die internationalen Investoren einen Rabatt in Höhe von 25 Prozent. Das Geschenk wurde von den europäischen Steuerzahlern finanziert.

Griechenland wird von den Euro-Ländern, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds mit zwei Rettungspaketen im Volumen von 240 Milliarden Euro über Wasser gehalten.

Vor kurzem konnte das Land mit einer fünfjährigen Anleihe drei Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen. Diese Anleihen gelten indessen quasi als „Eurobonds“. Denn wenn Griechenland die Anleihe in fünf Jahren die Bonds nicht aus eigener Kraft bedienen kann, müssen der ESM oder die EZB dafür gerade stehen.

Russland und China planen Tiefseehafen vor der Krim

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 17. April 2014 - 23:26

Russlands Präsident Putin und Chinas Präsident Xi Jinping wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. (Foto: dpa)

Russland und China arbeiten gemeinsam am Bau eines Tiefseehafens im Schwarzen Meer. Der geplante Hafen vor der Krim soll den Handel zwischen beiden Ländern fördern und ihre Beziehungen zueinander festigen.

Die Planung eines 25-Meter tiefen Hafens vor der Krim durch eine chinesische Baufirma verlaufe trotz der politischen Spannungen in der Ukraine ebenso reibungslos wie der Bau der Gaspipeline „Power of Siberia“, zitiert der EUobserver den russischen Botschafter in Brüssel, Vladimir Chizhov.

Die Pläne über einen Tiefseehafen im Schwarzen Meer sollen die Krim zu einem festen Bestandteil eines „neuen Handelskorridors zwischen Asien und Europa“ machen. Peking und Moskau arbeiten mit Hochdruck an diesem „Wirtschaftsgürtel der großen Seidenstraße“, so der Botschafter weiter. Russland habe bereits drei Milliarden Dollar in die Realisierung des Projekts investiert.

Das Großprojekt „Power of Siberia“ soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2019 etwa 60 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr an die östlichen Regionen Russlands transportieren. Rund 38 Milliarden Kubikmeter pro Jahr sollen davon an China geliefert werden (mehr hier).

„Ein wichtiges Thema, das noch diskutiert werden muss, ist der Preis. Gazprom und CNPC verhandeln darüber und ihre Positionen nähern sich allmählich an“, so Chizhov.

Schließlich sagte der russische Botschafter noch, dass die Verhandlungen für die Gründung einer Eurasischen Union kurz vor dem Abschluss stünden.

„Die Eurasische Wirtschaftsunion wird am 1. Januar 2015 gestartet, unabhängig von der Situation in der Ukraine oder anderer Länder, die nicht an diesem Integrationsprozess beteiligt sind. Die Verhandlungen mit Armenien werden bald abgeschlossen sein und die Verhandlungen mit Kirgisistan machen Fortschritte“, so Chizhov. Neben Kirgisistan und Armenien sollen auch Weißrussland und Kasachstan teil der Eurasischen Union werden.

Russland und China versuchen derzeit, sich auf mehreren Ebenen von den USA unabhängig zu machen. Beide Länder stoßen seit Monaten US-Staatsanleihen im großen Stil ab (hier). Dafür investieren China und Russland vermehrt in Gold (hier).

Neuer Trick: Monsanto will über die Türkei Europa erobern

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 17. April 2014 - 23:25

Der türkische Premierminister Tayyip Erdoğan lässt sich von den Einwohnern der Stadt Bursa feiern. Doch gegen die Monsanto-Pläne in der „grünen Stadt“ hat er bisher nichts unternommen. (Foto: dpa)

Im Verlauf des aktuellen Jahres will der US-Agrochemiekonzern Monsanto seine Produktions-Anlage in der türkischen Stadt Bursa ausbauen.

Das Investitions-Volumen beläuft sich auf 30 Millionen US-Dollar. Der Monsanto-Vertreter Elie Assaf sagt, dass die Investition das Verhältnis zu den türkischen Bauern „ernsthaft“ erweitern werde. Aufgrund der Kapazitäts-Erweiterung um 3000 Hektar soll die Saatgut-Produktion von 250.000 Tüten auf 1,2 Millionen Tüten gesteigert werden.

Monsanto-Türkei zitiert Assaf im Internet:

„Wir werden 60 Prozent unserer Produkte an unsere Bauern-Freunde in der Türkei verkaufen. 40 Prozent der Erzeugnisse werden nach Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und in den Irak exportiert werden.“

Monsanto verfügt im Land über insgesamt vier Anlagen in Bergama, Çanakkale, Antakya und Bursa. Die Produktions-Fläche in Bursa beläuft sich auf 54.000 Hektar. Der US-Konzern betreibt 150 Saatgut-Shops und hat Kooperations-Verträge mit insgesamt 1.500 Bauern.

Doch es gibt auch Gegner von Monsanto. Der Verein zur Förderung der Ökologischen Lebensweise (Buğday Derneği) fordert die Regierung auf, Monsantos Aktivitäten auf dem türkischen Markt zu stoppen. Der Verein hat eine Online-Petition ins Leben gerufen. Zahlreiche Bauernverbände unterstützen das Vorhaben.

Monsantos genmanipuliertes Saatgut sei „pures Gift“. Das Unternehmen wolle seine Produkte unter der Marke „Biodirect“ betreiben. Ein Antrag liegt dem türkischen Patentamt vor. Das sei eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit, schreibt der Verein in der Petition. Denn mit biologischen Erzeugnissen habe Monsanto nichts zu tun.

Doch die türkische Regierung hat sich bisher von einer Monsanto-Kritik fern gehalten. Offenbar besteht schon längst eine Einigung zwischen Ankara und Monsanto.

Studie: Honig ist wirksame Alternative zu Antibiotka

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 17. April 2014 - 23:23

Naturbelassener Honig direkt vom Imker erzielt die besten Effekte gegen Bakterien. (Foto: dpa)

Amerikanische Wissenschaftler haben in einer Studie bestätigt, dass naturbelassener Honig eine gesunde und wirksame Alternative zu Antibiotika darstellt. Honig verfügt über viele positive Eigenschaften und greift Bakterien auf verschiedenen Wegen an. Das erschwert den Bakterien die Bildung von Resistenzen.

In ihrer Studie untersuchten Forscher der Salve Regina Universität in Newport die antibakteriellen Eigenschaften des natürlichen Honigs.

„Die besondere Eigenschaft des Honigs liegt in der Fähigkeit, Infektionen auf verschiedenen Ebenen zu bekämpfen, sodass Bakterien schlechter Resistenzen entwickeln können“, sagte Dr. Susan Meschwitz, die leitende Wissenschaftlerin der Studie, auf einer Konferenz amerikanischer Chemiker.

Antibiotika-resistente Keime sind ein weltweit verstärkt auftretendes Problem für die Medizin. Die flächendeckende Verabreichung von Antibiotika hat die Entstehung dieser resistenten Keime enorm begünstigt. Jedes Jahr erkranken allein in den USA etwa zwei Millionen Menschen an einer Infektion mit resistenten Keimen. Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC (Center for Disease Control and Prevention) hat 20 antibiotika-resistente Bakterienstämme entdeckt und stellt einen direkten Zusammenhang zur Gabe von Antibiotika her. CDC-Daten zufolge kamen im Jahr 2010 auf 833 Antibiotika-Verschreibungen auf 1000 US-Bürger.

Der Honig bedient sich einer Reihe verschiedener Waffen, um die bakteriellen Keime anzugreifen, unter anderem Wasserstoff-Peroxid, Säure, der osmotische Effekt durch eine hohe Zucker-Konzentration und Polyphenole. Alle diese Faktoren greifen die Bakterien gezielt an, so Meschwitz. Der osmotische Effekt tritt durch die hohe Zuckerkonzentration auf und entzieht den Bakterien Wasser, was zur Dehydrierung und schließlich zum Tod der Keime führt.

Darüber hinaus hätten Studien gezeigt, dass Honig die Bildung von sogenannten Biofilmen verhindert. Dabei handelt es sich um Ansammlungen krankmachender Bakterien. Der Honig unterbricht die Übertragungswege zwischen den Bakterien und schwächt ihre Funktionsfähigkeit. Sie sind dann nicht mehr in Lage ihre krankheitserregenden Toxine auszuschütten und werden dadurch anfälliger für konventionelle Antibiotika.

Honig sei auch deshalb so effektiv, weil er voller gesunder Antioxidantien in Form von Polyphenol-Verbindungen ist, so die Autoren der Studie.

„Verschiedene Studien haben gezeigt, dass es eine Korrelation zwischen der anti-mikrobiellen und anti-oxidativen Wirkung des Honigs und der Anwesenheit von Phenolverbindungen im Honig gibt“, so Meschwitz weiter.

Die Studie der amerikanischen Forscher könnte dazu beitragen, dass ein Umdenken bei der Verschreibung von Antibiotika einsetzt. Honig kann viele der Aufgaben der verschriebenen anti-bakteriellen Medikamente übernehmen und eine spätere Verabreichung von Antibiotika positiv begleiten. Antibiotika hingegen sollten nur im schlimmsten Fall eingesetzt werden.

CoT und Manipulation - Öl vor Korrektur?

Goldseiten.de - 17. April 2014 - 18:36
Der Goldpreis fiel diese Woche aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend und setzte seine Korrektur fort. Die letzten CoT-Daten zeigten eine weitere Manipulation durch JP Morgan, was uns noch einmal die Bes ...

Genf: Russland und Westen einigen sich auf Plan für Ukraine

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 17. April 2014 - 18:04

US-Außenminister Kerry und der russische Außenminister Lawrow einigten sich auf ein Ende der Gewalt. (Foto: dpa)

Die internationale Ukraine-Konferenz in Genf hat zu einem sofortigen Ende der Gewalt in dem osteuropäischen Land aufgerufen. An dem Treffen nahmen die Außenminister der USA, Russlands und der Ukraine sowie die Außenbeauftragte der EU, Catherine Ashton, teil.

„Alle Seiten müssen jede Form der Gewalt, Einschüchterung und provozierende Handlungen unterlassen“, hieß es in einer am Donnerstagabend veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. „Alle illegalen bewaffneten Gruppen müssen entwaffnet, alle illegal besetzten Gebäude ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben werden.“

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte nach den stundenlangen Verhandlungen, alle Seiten seien sich einig, Schritte zur Deeskalation zu unternehmen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) solle eine führende Rolle bei der Vermittlung in der Ukraine-Krise übernehmen. Die von der Ukraine gegen Russen verhängten Einreisebeschränkungen nannte er diskriminierend.

US-Außenminister John Kerry droht Russland mit weiteren Sanktionen, sollte die Regierung in Moskau sich nicht an die Genfer Erklärung zur Lösung der Ukraine-Krise halten. Russland habe bei den stundenlangen Gesprächen zudem keine Zugeständnisse an die ukrainische Regierung gemacht in Bezug auf deren Schulden und den zuletzt deutlich erhöhten Gaspreis.

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