Infografik: Gold - Was es jetzt im Blick zu behalten gilt (5/5)

Goldseiten.de - 25. Juli 2014 - 7:37
Visual Capitalist hat gestern den letzten Teil seiner bemerkenswerten fünfteiligen Infografik-Serie über Gold veröffentlicht, der sich einigen Trends widmet, denen Investoren bis zum Ende des Jahres u ...

Aktuelle Markteinschätzung zu Palladium

Goldseiten.de - 25. Juli 2014 - 7:02
Mit dem Ausbruch über das bisherige Jahreshoch bei 860 $ bildete Palladium Anfang Juli ein mittelfristiges Kaufsignal aus. Anschließend stieg der Wert zunächst bis 887 $, um von dort zu einem bullisch ...

Gold-Experte Bußler: Aufwärtsbewegung bei Gold und Silber steht bevor

Goldseiten.de - 25. Juli 2014 - 6:27
Rohstoff-Experte Markus Bußler vom Anlegermagazin DER AKTIONÄR nimmt in seiner Sendung "Börse Live - Gold Spezial" folgende Werte genauer unter die Lupe: Gold, Barrick Gold, Silber, Silver Wheaton und ...

Goldimporte Chinas via Hongkong auf 17-Monats-Tief

Goldseiten.de - 25. Juli 2014 - 6:00
Die Goldimporte des chinesischen Festlandes über Hongkong sind im Juni dieses Jahres auf ein 17-Monats-Tief gesunken, wie The Economic Times gestern unter Bezugnahme auf die jüngsten Handelsdaten des ...

Das neue OECD-Agreement "Gemeinsamer Meldestandard für den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten"

Goldseiten.de - 25. Juli 2014 - 6:00
Nach monatelangen Vorbereitungen, aber nicht unerwartet und durch einige Hinweise schon vorangekündigt, haben sich im ersten Schritt die OECD-Länder beim Treffen in St. Petersburg darauf geeinigt, zur ...

Gold- und Devisenreserven Russlands um 4,2 Mrd. USD gesunken

Goldseiten.de - 25. Juli 2014 - 5:00
Wie die russische Zentralbank gestern bekannt gab, sind die Gold- und Devisenreserven des Landes in der am 18. Juli geendeten Woche um 4,2 Mrd. USD gesunken. Damit beliefen sich die internationale ...

Finanz-Krieg: EU vor Sanktionen gegen russische Banken

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 25. Juli 2014 - 2:07
[caption id="attachment_88615" align="alignleft" width="600"] Mitten in der Ukraine-Krise fährt Herman Van Rompuy auf Steuerkosten in die Dominikanische Republik, um "die bilateralen Beziehungen" zwischen den Hausherren und Haiti "zu stärken". Zahlen die Europäer dafür ihre Steuern? (Foto: dpa)[/caption] Im Ukraine-Konflikt nehmen die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland Gestalt an. Nächste Woche könnte die EU nach Angaben von Diplomaten erstmals Strafmaßnahmen gegen russische Banken unter staatlicher Kontrolle verhängen. Darüber hinaus werden zeitlich begrenzte Exportverbote für verschiedene Branchen diskutiert. Damit nimmt die EU nicht mehr nur einzelne Personen oder Firmen ins Visier, sondern größere Teile der Wirtschaft, um Russland zur Deeskalation im Kampf zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Soldaten zu bewegen. Am Donnerstagabend verhängte die EU nach Angaben von Diplomaten Sanktionen gegen 15 weitere Personen und 18 Einrichtungen. Unter anderem neun Unternehmen seien betroffen, Banken seien nicht darunter. Bereits jetzt schlägt die Ukraine-Krise auf die russische Wirtschaft durch. Der IWF prognostizierte für Russland in diesem Jahr einen Wirtschaftseinbruch, der auch die Weltwirtschaft nach unten ziehen könnte. In der Ukraine selbst stehen die Zeichen auf Neuwahl des Parlaments - der ersten nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar. Ministerpräsident Arseni Jazenjuk kündigte seinen Rücktritt an. Im Zuge der am Abend verhängten EU-Strafmaßnahmen werden Diplomaten zufolge die Vermögenswerte der betroffenen in der EU eingefroren. Für die Personen gelten zusätzlich Einreisebeschränkungen. Ihre Namen sollen den Angaben zufolge am Freitagabend veröffentlicht werden. Die EU-Botschafter berieten Diplomaten zufolge weiter über den von der EU-Kommission vorgelegten Maßnahmenkatalog, der auch erste Wirtschaftssanktionen umfasst. Ob die Botschafter auch darüber Einvernehmen erreichen, sei aber offen. Da Russland bei der Aufklärung des Abschusses der malaysischen Passagiermaschine in der Ostukraine nicht kooperiere, dringe vor allem die Bundesregierung auf harte Maßnahmen. Die Sanktionen sollten aber zeitlich begrenzt werden, um einen Weg zurück zur Normalität zu ermöglichen. Diese Behauptung ist absurd: Aktuell sind vor allem Ukrainer und Amerikaner damit beschäftigt, die Spuren zu verwischen, die immer deutlicher auf eine Verwicklung von Kiew in den Abschuss von MH17 hindeuten. Die Bundesregierung erwartet Diplomaten zufolge, dass zeitnah weiterreichende Maßnahmen beschlossen werden, sollte Russland nicht noch einlenken. Die Sanktionen würden dann, wie von den EU-Außenministern vereinbart, Rüstung und Finanzen sowie Güter zur zivilen und militärische Verwendung (Dual-use) und bestimmte Technologiebereiche etwa in der Energiebranche betreffen. Die Staats- und Regierungschefs könnten kurzfristig nach Brüssel kommen, um die Maßnahmen zu beschließen. Diplomaten zufolge schlägt die EU-Kommission darüber hinaus vor, den Kauf neuer Aktien oder Anleihen zu untersagen, die von staatseigenen russischen Banken in der EU ausgegeben werden. Damit soll die Refinanzierung der Banken erschwert und deren Fähigkeit zur Kreditvergabe beeinträchtigt werden. Bereits in diesem Jahr macht sich die Ukraine-Krise in Russlands Wirtschaft bemerkbar: Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt nur noch ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 Prozent voraus. Im April hatte er noch 1,3 Prozent veranschlagt. Das Geschäftsklima sei eingebrochen, Kapital fließe in hohen Maße ab und Investitionsentscheidungen gebe es kaum noch, heißt es im IWF-Bericht zu Russland. Im kommenden Jahr rechnet der Fonds mit einem Prozent Wachstum.

Menschenrechte: Polen für geheime CIA-Gefängnisse verurteilt

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 25. Juli 2014 - 2:00
[caption id="attachment_88469" align="alignnone" width="600"] Die beiden Kläger befinden sich noch immer im US-Gefangenlager Guantanamo. (Foto: dpa)[/caption] Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Polen eine Mitverantwortung für die Inhaftierung von zwei Terrorverdächtigen in geheimen CIA-Gefängnissen gegeben. Das Gericht in Straßburg verurteilte die polnische Regierung zu einer Schmerzensgeldzahlung von jeweils 100.000 Euro an die beiden Kläger. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass Polen dem US-Geheimdienst CIA bei der Inhaftierung der beiden Männer geholfen hat. Die CIA nutzte einen Militärstützpunkt im Norden Polens für Verhöre und Folter der Terrorverdächtigen, wie die Tagesschau berichtet. Laut ihrem Anwalt seien die beiden Kläger dort Foltermethoden unterzogen worden, welche von US-Behörden verharmlosend als „erweiterte Befragungstechniken“ bezeichnet wurden. Dazu gehörten auch „Kopf unter Wasser halten, Schläge, Auskühlen des Körpers, hungern lassen“. Von Polen aus wurden die beiden Kläger mit Duldung der polnischen Regierung in das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba ausgeflogen, wo ihnen weitere Folter drohte. Dadurch habe sich Polen der „Mittäterschaft“ schuldig gemacht, so die Urteilsbegründung. Die beiden Kläger stammen aus Saudi-Arabien und Palästina. Sie befanden sich sechs und neun Monate lang in der Gefangenschaft der CIA auf polnischem Staatsgebiet. Bis heute sitzen die beiden Männer ohne jegliches Gerichtsverfahren in Guantanamo, wie Euractiv berichtet. Die USA betrieben zwischen 2003 und 2005 geheime Gefängnisse in Polen, Rumänien und Litauen, wie die Tagesschau berichtet. Nach Erkenntnissen des damaligen Sonderermittlers des Europarats, Dick Marty, erteilten die Präsidenten der jeweiligen Länder ihre Erlaubnis für die Praktiken. Die USA sollen sich die Zusammenarbeit der Regierungen mit Geheimverträgen gesichert haben. Erst kürzlich lösten abgehörte Telefonate in Polen eine Regierungskrise aus. Darin hatte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski die unterwürfige Haltung seines Landes gegenüber den USA kritisiert und das Verhältnis zu Washington als „wertlos“ und „schädlich“ bezeichnet (mehr hier). Polens Regierung hat stets öffentlich bestritten, dass sich solche CIA-Gefängnisse auf seinem Territorium befinden. Gegen die beiden EU-Länder Litauen und Rumänien sind ebenfalls Verfahren wegen Mittäterschaft zu CIA-Folter beim EGMR anhängig.

Russen müssen Krim-Eroberung mit saftiger Steuererhöhung bezahlen

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 23:58

Krieg ist teuer: Präsident Putin, hier beim Kriegsrat in Moskau, lässt nun die Russen mit einer neuen Steuer für seine Expansions-Gelüste zahlen. Vorbild ist der deutsche Soli. (Foto: dpa)

Russland will eine Solidaritätssteuer für Superreiche einführen. Die Abgeordneten der Duma haben bereits ein entsprechendes Gesetz formuliert. Abgestimmt wird darüber im Herbst.

Die Einkommenssteuer soll für jene Bürger erhöht werden, die monatlich mehr als eine Million Rubel verdienen (rund 21.000 Euro). Das betrifft zunächst etwas weniger als zwei Prozent der arbeitenden Bevölkerung. Für einige Superreiche kommt die Steuer teuer: Statt der bisherigen Flat-Rate-Einkommenssteuer von 13 Prozent – einer der niedrigsten der Welt – steigt der Satz für sie auf 30 Prozent. Doch es wird erwartet, dass die Flat-Rate bald auch für niedrigere Einkommen erhöht werden dürfte. Spätestens wenn die EU weitere Sanktionen verhängt, wird Putin die Steuern für alle Russen saftig erhöhen müssen.

Das Geld soll der neuen russischen Föderation der Krim zugutekommen: „Das Hauptziel ist, die regionalen Budgets auszubauen, dazu gehören auch die ,neuen Territorien‘ Russlands“, zitiert Reuters Andrej Krutow, der das Gesetz vorantrieb. Auf der Halbinsel im Schwarzen Meer leben 2,3 Millionen Menschen, die sich durch die Angliederung an Russland einen wirtschaftlichen Aufschwung erhoffen.

Sollte das Gesetz im Herbst beschlossen werden, rechnen die Verantwortlichen mit Einnahmen in Höhe von 300 bis 500 Milliarden Rubel (6 bis 10 Milliarden Euro). Russlands „Föderales Zielprogramm“ für die Entwicklung der Krim und Sewastopol benötigt etwa 790 Milliarden Rubel für die Finanzierung in den nächsten fünf Jahren.

Die neuen Föderationssubjekte – Krim und Sewastopol – sind seit Jahrzehnten unterfinanziert worden. Für das jetzige Budget fehlen die notwendigen Mittel. Was wir brauchen, ist eine komplexe Lösung für dieses Problem – nicht eine einmalige Auszahlung von Geld“, so Krutow weiter.

Die nun vorgeschlagenen „Solidaritätssteuer“ hat Deutschland als Vorbild: Die 5,5 Prozent „Solidaritätszuschlag“ wurden im Jahr 1991 wegen der Kosten der Deutschen Einheit eingeführt. So sollten Infrastrukturprojekte in Ostdeutschland finanziert werden. In Italien, Frankreich und der Tschechischen Republik gibt es ähnliche Steuern.

Auch deswegen wird es bald alle Treffen: In Deutschland zahlt jeder Steuerbürger den Soli – und das, obwohl die Finanzierung der blühenden Landschaften längst durchfinanziert hätte sein sollen.

Argentinien steuert zielsicher Richtung Staats-Bankrott

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 23:58

Trotz neuer Kredite aus China: Argentiniens Präsidentin de Kirchner will im Schuldenstreit mit den US-„Geierfonds“ nicht nachgeben. (Foto: dpa)

Argentiniens nähert sich unausweichlich der Staatspleite. Im Schulden-Streit zwischen der argentinischen Regierung und amerikanischen Hedge-Fonds bekunden zwar beide Seiten ihre Hoffnung auf eine Einigung, zeigen jedoch wenig Interesse an einem Kompromiss. Ein US-Richter hatte für den Mittwoch ein Vermittlungsgespräch angeordnet. Keine der beiden Konfliktparteien tauchte auf. Weder eine argentinische Delegation noch Vertreter der Gläubigerseite nahmen den Termin wahr. Das verpasste Treffen wurde inzwischen nachträglich verschoben, berichtet Bloomberg.

Die Situation ist so verfahren, dass der zuständige Richter Griesa nun kontinuierliche Vermittlungsgespräche angeordnet hat, und zwar „so lange bis der Schuldenstreit gelöst ist.“ Bisher hat Griesa alle Versuche Argentiniens abgeschmettert, Teilbeträge an ausgesuchte Gläubiger auszuzahlen. US-Hedgefonds hatten die volle Auszahlung aller Schulden eingeklagt.

Argentiniens Präsidentin Fernandez de Kirchner sagte im Vorfeld, sie werde keinen Deal unterschreiben, der Argentiniens Zukunft aufs Spiel setzt. Kirchner beharrt auf der Position, nur diejenigen Gläubiger auszuzahlen, die dem Schulden-Schnitt bei Argentiniens Staatspleite 2001 zugestimmt hatten. Die US-Hedge-Fonds, die die volle Ausbezahlung aller Schulden vor einem US-Gericht eingeklagt haben, wollen Argentiniens Teilzahlungen an andere Gläubiger so lange blockieren, bis Argentinien bereit ist, ihnen die volle Summe zu erstatten.

Cristina de Kirchner zeigte sich bisher gewillt, lieber den Bankrott ihres Landes in Kauf zu nehmen. Den von Kirchner als Geier bezeichneten Hedge-Fonds die volle Summe von 1,3 Miliarden Dollar zurück zu zahlen, könne sich ihr Land nicht leisten, so Kirchner (mehr dazu hier). An den Finanzmärkten bekommt Argentinien keine Kredite mehr. China hat jüngst die Gelegenheit genützt und sich mit 7,5 Milliarden an Investitionskrediten in den argentinischen Energiemarkt eingekauft (mehr hier).

Die Folgen der Krise für die Währung ist in Argentinien bereits spürbar: Die argentinischen Pesos verlieren deutlich an Wert, weil der drohenden Zahlungsausfall eine Dollarknappheit auslöst. Der Dollar fungiert in Argentinien längst als Parallelwährung, weil kaum jemand der Stabilität des landeseigenen Peso mehr vertraut. Die Zentrabank versucht durch noch mehr Gelddrucken die Währung in Umlauf zu halten, dadurch liegt die Inflationsrate inzwischen bei 37 Prozent. Gleichzeitig dürfen Argentinier höchstens 2000 Dollar pro Monat tauschen, ein Gesetz mit dem Kirchner versucht, den Einzug des Dollars in ihrem Land einzudämmen. Als Resultat versuchen die Argentinier, ihr Geld in Dollar-Werte wie Immobilien oder Autos anzulegen. Häuser in Buenos Aires sind mit Pesos so gut wie nicht mehr zu bezahlen.

Besonders deutlich wird die Abwertung bei den Schwarzmarkt-Dollars: Während der offizielle Wechselkurs bei 8.1 Pesos pro Dollar steht, muss man auf den zahlreichen inoffiziellen Wechselstuben in Argentiniens Straßen bereits 12,5 Pesos pro Dollar bezahlen, wie Bloomberg berichtet.

 

Crash-Gefahr: US-Aufsicht versperrt Fluchtwege aus Geldmarkt-Fonds

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 23:56

Investmentfonds können Anlegern künftig den Zugang zu ihrem Geld verweigern. So will die US-Börsenaufsicht ein Run auf die Einkagen verhindern – und könnte ihn dadurch erst auslösen. (Foto: dpa)

Die US-Börsenaufsicht SEC hat am Mittwoch neue Regeln für Fondsanleger beschlossen. Demnach können Investmentfonds in Zeiten einer Börsenpanik künftig Ausstiegsgebühren und sogar Auszahlungssperren verhängen und den Anlegern somit den Zugang zu ihrem Kapital verwehren. So soll ein Run auf die Fonds im Falle eines Crashs verhindert werden. Tatsächlich könnten allein diese Regeln einen Ansturm auf die Fondeinlagen auslösen, sagen Kritiker.

Nachdem die Anleger durch die Geldschwemme der Fed in den Aktienmarkt getrieben wurden, wird ihnen nun der Ausweg in andere Vermögensklassen versperrt, wie Zero Hedge berichtet. Die SEC begründet den Schritt damit, dass sie eine erneute Gefährdung des Finanzsystems wie 2008 verhindern wolle. Im September 2008 fand ein regelrechter Run auf den 62,5-Milliarden-Dollar-schweren Reserve Primary Fund statt. Der Fond kollabierte schließlich unter dem Ansturm und löste eine Panik bei weiteren Investmentfonds aus.

Ausstiegsgebühren und Auszahlungssperren seien im Grunde „das falsche Werkzeug, um mit Risiko umzugehen“, sagte SEC-Mitglied Kara Stein, die gegen den Vorschlag votierte.

„Wenn Investoren nicht in Lage sind, Ansprüche zu erheben, bevor die Tore schließen, werden sie Schaden nehmen, da ihnen der Zugang zu ihrem Kapital genommen wird.“ Dadurch würden investoren den Anreiz erhalten, vor anderen an ihr Kapital zu gelangen. Ein branchenweiter Ansturm würde so nicht verhindert, sondern überhaupt erst ausgelöst. „Schlussendlich könnte diese ‚ansteckende Krankheit‘ den Großhandel auf dem Finanzmarkt auf dieselbe Weise einfrieren wie zur letzten Finanzkrise“, zitiert Bloomberg Kara Stein.

Selbst die US-Notenbank warnte im April 2014 vor den Folgen von Ausstiegsgebühren und Auszahlungssperren: „Die Möglichkeit, die Konvertierbarkeit auszusetzen, die Errichtung von Auszahlungssperren oder -gebühren eingeschlossen, kann Anstürme auslösen, die sonst nicht stattfinden würden. […] Regeln, die Finanzvermittlern wie Kapitalmarktfonds die Möglichkeit geben, Auszahlungen zu begrenzen, wenn ihre Zahlungsfähigkeit bedroht ist, gefährden die Finanzstabilität, da sie die Möglichkeit von präventiven Anstürmen schaffen“, zitiert Zero Hedge einen Sprecher der Fed.

Kürzlich diskutierte jedoch auch die US-Notenbank Federal Reserve auf höchster Ebene, ob Rentenfonds ihren Anlegern den Ausstieg erschweren sollten. Die Pensionsfonds sollten künftig hohe Ausstiegsgebühren von den Anlegern verlangen, um einen Run auf die Pensionszahlungen zu verhindern (mehr hier).

Das Problem: Allein diese Ankündigung könnte den genau gegenteiligen Effekt herbeiführen. Anleger könnten ihre Gelder aus Rentenfonds abziehen und in andere Vermögensklassen umschichten. Als Anlagealternative in Zeiten von Niedrigzinsen und negativen Realzinsen bleiben aber praktisch nur Aktien. Und während die Anleger zu Scharen in den Akienmarkt getrieben werden, schließen sich hinter ihnen still und heimlich die Tore.

EZB merkte erst nach Erpresser-Email, dass ihre Server gehackt wurden

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 22:17

Computerhacker haben versucht, die Europäische Zentralbank (EZB) mit gestohlenen Daten zu erpressen. Wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, wurde ihre Internetseite angegriffen. Es seien zahlreiche E-Mail-Adressen und andere Kontaktdaten wie Telefonnummern gestohlen worden. Wichtige interne Computersysteme seien aber nicht betroffen. Zudem seien keine für die Finanzmärkte sensiblen Daten entwendet worden. Entdeckt wurde der Diebstahl, nachdem die EZB am Montagabend in einer anonymen E-Mail zu einer Geldzahlung für die Daten aufgefordert worden war. Eine konkrete Höhe der Forderung sei von den Hackern aber nicht genannt worden. Die Polizei in Frankfurt wollte sich nicht äußern.

Die Hacker hatten sich laut EZB Zugang zu einer Datenbank verschafft, in der Teilnehmer an Konferenzen der Zentralbank, Journalisten und andere Besucher registriert worden waren. Die Datenbank habe rund 20.000 Einträge gehabt, von denen jedoch nicht alle gestohlen worden seien. Alle Betroffenen würden von der EZB kontaktiert. Der Fall bekommt zusätzliche Brisanz durch den laufenden Bilanzcheck der europäischen Großbanken durch die EZB, die ab November die Aufsicht über die Institute übernimmt. Zahlreiche Banken hatten schon vor Beginn der umfangreichen Überprüfung Fragen nach der Sicherheit der Daten gestellt, die sie der EZB im Rahmen der Prüfung zur Verfügung stellen.

Allerdings sollten sich die Banken weniger Sorgen um Hacker machen als vielmehr über die Firma Oliver Wyman, die den Stresstest durchführt: Wyman ist eng mit der Banken-Lobby in London vernetzt. Bisher hat es kein aktiver Banker gewagt, diesen “conflict of interest” anzuprangern – aus Angst, dafür von der EZB beim Stresstest abgestraft zu werden (mehr dazu hier).

Nato fürchtet russischen Überfall auf die Ukraine

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 17:13

Der Nato-Oberbefehlshaber, General Breedlove, fürchtet einen russischen Angriff auf die Ukraine und will so schnell als möglich ein zusätzliches Nato-Hauptquartier an die deutsch-polnische Grenze nach Stettin verlegen. (Foto: dpa)

Einen Bericht der Londoner Times zufolge hat Nato-General Philip Breedlove gefordert, dass die Nato schnellstens ihre Kapazitäten in Polen ausbauen müsse. Dazu zähle vor allem der Aufbau von massiven Waffen- und Versorgungslagern. Dadurch sollten innerhalb kürzester Zeit tausende Soldaten gegen Russland in Marsch gesetzt werden. Der US-General wird beim Nato-Gipfel im Herbst einen entsprechenden Plan vorlegen.

Breedlove hat seine Nato-Kollegen diese Woche in Neapel getroffen und über die Vorbereitungen des Einsatzes informiert. Der General verlangt, dass die Infrastruktur in Polen umgehend stehen müsse, um sehr schnell Truppen in Marsch setzen zu können.

Die Leitung des Einsatzes soll die multinationale Gruppe Nordost übernehmen. Sie operiert in Stettin an der deutsch-polnischen Grenze. Die Leitung soll rund um die Uhr besetzt sein, um auf allfällige russische Übergriffe reagieren zu können.

Nach dem Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs MH17 stiegt offenkundig die Nervosität zwischen Russen und Amerikanern. Die Russen haben ihre Version vorgelegt, die die Ukraine belasten (hier). Die USA hatten nichts in der Hand (hier das Nichts) und mussten einräumen, dass Putin nicht der direkt Verantwortliche war (hier).

Durch den Zusammenbruch der Regierung des EU-Mannes Jazenjuk am Donnerstag ist zu erwarten, dass es zu einer Destabilisierung der Lage in der Ukraine kommen wird (hier). Bereits im Vorfeld der Präsidentenwahl konnten sich Russen und Ukrainer nicht auf eine einheitliche Vorgehensweise einigen. Es war befürchtet worden, dass Präsident Putin die chaotische Lage nützen könnte, um den Osten der Ukraine an Russland anzuschließen. Dies war im Zuge der Wahl nicht geschehen (mehr dazu hier).

Deutsche finden das Steuer-System ungerecht

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 17:00

Die Steuermoral in Deutschland ist so gut wie nie. Die Bürger stehen sehr verantwortungsvoll zu ihrer Steuerpflicht, obwohl sie ihre persönliche Steuerbelastung als zu hoch empfinden, so eine Studie. (Foto: dpa)

Die Deutschen haben ein sehr gespanntes Verhältnis zu ihrem Steuersystem – aber sie halten es für wichtig, die Steuergesetze einzuhalten. Mit diesen zunächst scheinbar widersprüchlichen Aussagen lässt sich eine Studie zur Steuermentalität und Steuermoral zusammenfassen, die der Bund der Steuerzahler NRW im Frühjahr 2014 bei der Forschungsstelle für empirische Sozialökonomik in Köln in Auftrag gegeben hat.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Politik dringend jetzt handeln und die Erwartungen der Steuerzahler nach mehr Fairness erfüllen muss. Zusammen mit der derzeit hohen Steuermoral könnte dies die Steuermentalität wieder verbessern. Umgekehrt ist die Gefahr hoch, dass die Steuermoral wieder sinkt, wenn die Politik die Erwartungen der Bürger weiterhin ignoriert.

Die Steuermoral in Deutschland ist so gut wie nie. Die Bürger stehen sehr verantwortungsvoll zu ihrer Steuerpflicht, obwohl sie ihre persönliche Steuer- und Abgabenbelastung als zu hoch empfinden. Das zeigt die Studie „Steuerkultur und Steuermoral in Deutschland 2014“, die der Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW bei der Forschungsstelle für empirische Sozialökonomik (Fores) in Auftrag gegeben hat.

Es ist bereits die siebte Studie dieser Art, die die Forschungsstelle für den Bund der Steuerzahler NRW erstellt, und damit sind die aktuellen Ergebnisse nicht nur eine Momentaufnahme, sondern sie machen eine langfristige Betrachtung möglich. Die Daten zeigen, dass sich die Einstellungen der Deutschen seit der letzten Studie 2008 ganz gravierend verändert haben.

Die Steuermentalität hat sich seit der letzten Erhebung vor sechs Jahren verschlechtert. Unter Steuermentalität versteht man die grundsätzliche Einstellung der Bürger zum Steuersystem, zur Steuergerechtigkeit und zu ihrer individuellen Steuerlast. Verantwortlich für diese kritischere Haltung der Bürger sind im Wesentlichen vier Faktoren. Zum einen ist die subjektive Steuerbelastung gestiegen: 85 Prozent der Deutschen halten ihre Steuern für zu hoch – das ist der höchste Wert seit Ende der 1980er-Jahre.

Hinzu kommt der Eindruck, dass der zeitliche und finanzielle Aufwand zur Erfüllung der steuerlichen Pflichten zu hoch ist. Zwei Drittel der Deutschen sind dieser Meinung. 21 Prozent bezeichnen diese so genannten Compliancekosten sogar als „sehr hoch“. Diese Zahlen sind ein Indiz für den Wunsch nach einem einfacheren Steuersystem.

Dritter Grund für die verschlechterte Steuermentalität: Das Steuersystem gilt insgesamt als ungerecht. Vier von fünf Deutschen (82%) fordern ein Ende der kalten Progression, bei der Einkommenssteigerungen durch höhere Steuersätze und Inflationseffekte aufgezehrt werden.
Außerdem erwarten die Bürger vom Staat eine Gegenleistung für ihre Bereitschaft, korrekt ihre Steuern zu zahlen: Sie wollen, dass der Staat mit dem Geld, das sie ihm zur Verfügung stellen, verantwortungsvoll umgeht und die Verschwendung von Steuergeld stoppt. 95 Prozent der Bürger – also fast alle! – sind der der Ansicht, dass der Staat viel zu verschwenderisch mit dem ihm anvertrauten Geld umgeht.
Nun sollte man meinen, dass es mit der Steuermoral der Bürger, also ihrer Steuerehrlichkeit, angesichts so massiver Kritik am Steuersystem und am Staat nicht allzu weit her ist. Doch weit gefehlt! Die Steuermoral hat sich erheblich verbessert. Das erkennt man am Steuermoralindex, der von 4,28 im Jahr 2008 deutlich auf 4,8 in diesem Jahr gestiegen ist. Von Steuerhinterziehung als „Volkssport“ kann also keine Rede sein.

82 Prozent der Bürger halten Steuerhinterziehung für generell unmoralisch (2008: 67 Prozent; 1997: 55 Prozent). Während 2008 fast jeder Zweite glaubte, Steuerdelikte ließen sich mit ungerechten Steuergesetzen entschuldigen, denkt dies heute nur noch jeder Fünfte. Nur noch jeder Zweite hält die öffentliche Verschwendung für gravierender als Steuerhinterziehung. Auch die These, Steuerhinterziehung gelte in weiten Teilen der Bevölkerung als „Kavaliersdelikt“, wird durch die Ergebnisse widerlegt: Eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent ist davon überzeugt, dass Steuerhinterziehung stets Steuerhinterziehung bleibt – auch wenn es nur um geringe Beträge geht. Die Studie bestätigt damit einen langfristigen Trend.

Zentrale Gründe für die gestiegene Steuerehrlichkeit ist zum einen die Angst, erwischt zu werden. Sie hat zugenommen, was zu nicht unerheblichen Teilen auf den Ankauf der Steuer-CDs zurückzuführen sein dürfte. Zum anderen wächst die Bedeutung moralischer und politischer Werte im Entscheidungsprozess. Hier wirkt sich die Präsenz des Themas Steuerhinterziehung in der Öffentlichkeit – Stichwort: Hoeneß-Affäre – stärker auf die moralische Bewertung aus.

Die Bürger geben der Politik mächtig Kredit. Den sollte der Gesetzgeber nicht aufs Spiel setzen und endlich handeln. Die Abschaffung der kalten Progression gehört genauso dazu wie die Vereinfachung des Steuerrechts. Zu beiden Erwartungen hat der Bund der Steuerzahler konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt. Auch die Diskussion um den Abbau des Solidaritätszuschlags muss weiter geführt werden. Der Bund der Steuerzahler spricht sich für den Abbau dieser Sonderabgabe noch in dieser Legislaturperiode aus.

Die Steuerzahler erwarten, dass der Staat mit ihrem Geld verantwortungsbewusst und ehrlich umgeht. Die Staatsverschuldung spielt beim Steuergefühl der Deutschen im Jahr 2014 eine wichtige Rolle. So wollen die Bürger, dass konjunkturell bedingte Mehreinnahmen genutzt werden, um endlich Schulden abzubauen.

Die Bürger müssen erkennen können, dass ihre Steuern der Gemeinschaft und damit ihnen selbst zugutekommen. Dies erhöht das Gerechtigkeitsempfinden und stärkt die Legitimation der Steuern.

Umso alarmierender ist, dass 95 Prozent der Deutschen den Staat für zu verschwenderisch im Umgang mit Steuern halten. Der Großflughafen Berlin-Brandenburg und die Hamburger Elbphilharmonie hinterlassen hier ihre Spuren. Vor diesem Hintergrund ist der Gesetzgeber in der Pflicht, Steuergeldverschwendung strafrechtlich zu ahnden. Nicht nur Steuerhinterziehung, sondern auch Steuergeldverschwendung muss bestraft werden.

Die Studie bestätigt eindeutig, dass die Deutschen kein Volk von Steuerhinterziehern sind. Die Diskussion über prominente Steuerhinterzieher hat das Vertrauen gestärkt, dass der Staat bei niemandem ein Auge zudrückt. Gleichzeitig wollen die Bürger, dass die strafbefreiende Selbstanzeige beibehalten wird. Dies ist ein Beleg dafür, dass die Brücke zur Steuerehrlichkeit wichtig ist.

Canamex Resources: Sondersituation im Goldsektor

Goldseiten.de - 24. Juli 2014 - 17:00
Canamex ist für uns seit dem erneuten Kauf für unser Musterdepot eine Sondersituation im Goldsektor. Wie berichtet, konnte Canamex nun mehrfach hintereinander sehr gute Resultate veröffentlichen und d ...

Regierung in Kiew zerbricht: Ukraine-Bonds stürzen ab

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 16:40

Der Bond-Markt ist wegen der neuen Entwicklung in de Ukraine nervös. (Grafik: zerohedge)

Ukrainische Staatsanleihen sind nach dem Kollaps der Regierung in der Ukraine abgestürzt. Investoren fürchten eine neue Phase der Instabilität.

In der Ukraine sind zwei Parteien aus der Regierungskoalition ausgetreten. Die Udar-Partei von Kiews neuem Bürgermeister Vitali Klitschko und die rechtsextreme Swoboda-Partei um Oleg Tjagnibok verkündeten am Donnerstag ihren Austritt aus der Koalition. Dadurch wird die Auflösung des Parlaments eingeleitet. Die beiden Parteien wollen so Neuwahlen in der Ukraine erzwingen und auf diesem Weg prorussische Kräfte zu schwächen. Präsident Petro Poroschenko begrüßte den Schritt beider Parteien, damit ein kompletter politischer Machtwechsel im Land erzielt werden könne. Premier Jazenjuk kündigte zudem seinen vorzeitigen Rücktritt an.

Warum ausgerechnet der Merkel-Vertraute Klitschko Jazenjuk zu Fall gebracht hat, ist zur Stunde noch unklar. Es ist denkbar, dass die Ukraine versuchen wird, nach dem Abschuss einer Passagiermaschine eine stabile Regierung aufzustellen.

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat gemeinsam mit der CIA bisher keine sehr rühmliche Rolle bei der Aufklärung des Abschusses von MH17 gespielt (mehr hier).

Ukraine: Regierung kollabiert, Premier Jazenjuk tritt zurück

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 16:31

Die Regierung des EU-Verbündeten Arseni Jazenjuk ist am Ende: Vitali Klitschko und die Rechten haben das Bündnis gesprengt, nun kommt wieder eine chaotische Phase der ukrainischen Innenpolitik. (Foto: dpa)

Aktuell: Nato befürchtet russischen Einmarsch in der Ukraine

In der Ukraine sind zwei Parteien aus der Regierungskoalition ausgetreten. Die Udar-Partei von Kiews neuem Bürgermeister Vitali Klitschko und die rechtsextreme Swoboda-Partei um Oleg Tjagnibok verkündeten am Donnerstag ihren Austritt aus der Koalition. Dadurch wird die Auflösung des Parlaments eingeleitet. Die beiden Parteien wollen so Neuwahlen in der Ukraine erzwingen und auf diesem Weg prorussische Kräfte zu schwächen. Präsident Petro Poroschenko begrüßte den Schritt beider Parteien, damit ein kompletter politischer Machtwechsel im Land erzielt werden könne. Premier Jazenjuk kündigte zudem seinen vorzeitigen Rücktritt an.

Warum ausgerechnet der Merkel-Vertraute Klitschko Jazenjuk zu Fall gebracht hat, ist zur Stunde noch unklar. Es ist denkbar, dass die Ukraine versuchen wird, nach dem Abschuss einer Passagiermaschine eine stabile Regierung aufzustellen.

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat gemeinsam mit der CIA bisher keine sehr rühmliche Rolle bei der Aufklärung des Abschusses von MH17 gespielt (mehr hier).

Die Koalition „Europäische Wahl“ bestand aus der Vaterlandspartei sowie der Swoboda- und der Udar-Partei. Die Udar-Partei begründete ihren Austritt damit, dass das derzeitige Parlament nicht den Willen des Volkes widerspiegle. Deshalb wollen sie dem Präsidenten die Möglichkeit geben, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzuberaumen.

Die vorgezogenen Neuwahlen der Rada waren eine zentrale Ankündigung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat seinen Rücktritt angekündigt. Dieser Schritt stehe im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Regierungskoalition und den Initiativen aus dem Parlament gegen die Regierung, sagte Jazenjuk am Donnerstag im Parlament. Poroschenko wird nun das Parlament auflösen und Neuwahlen anberaumen, um seine Macht zu festigen. Als möglicher Wahltermin wird in Medien über den 26. Oktober spekuliert.

Am Mittwoch kam es während einer Parlamentssitzung zu einer Schlägerei, wie das ukrainische Staatsfernsehen berichtet (siehe Video am Ende des Artikels). Einige Abgeordnete der kommunistischen Partei (KPU) verweigerten ihre Unterstützung zur Teilmobilmachung der Bevölkerung und forderten ein Ende des Militäreinsatzes in der Ostukraine. Daraufhin wurden sie von Vertretern der Swoboda-Partei tätlich angegriffen. Parlamentspräsident Turtschinow verwies die Kommunisten daraufhin des Saals.

Der ehemalige Übergangspräsident und jetzige Parlamentspräsident Turtschinow verkündete wenig später die Auflösung der kommunistischen Fraktion. Dabei griff er auf das Anti-Kommunisten-Gesetz zurück, nachdem alle Fraktionen mit weniger als 32 Abgeordneten aufgelöst werden können. Bei den Parlamentswahlen 2012 holte die KPU noch 13 Prozent der Wählerstimmen.

Turtschinow sagte nach der Auflösung, dass er hoffe, nie wieder Kommunisten im Parlament sehen zu müssen. Mit der Auflösung der Kommunistischen Fraktion habe er „eine historische Mission erfüllt“, so Turtschinow in einer Stellungnahme. Inzwischen wurde vom Justizministerium sogar ein Antrag auf Verbot der kommunistischen Partei eingereicht. Ihr wird vorgeworfen, die pro-russischen Separatisten mit Geld und Waffen versorgt zu haben. Außerdem sollen sie die Referenden in der Ostukraine unterstützt haben. Ein Gericht in Kiew soll nun über das Verbot entscheiden.

Aktuell: Nato befürchtet russischen Einmarsch in der Ukraine

Erneute Attacke gegen den Goldpreis

Goldseiten.de - 24. Juli 2014 - 15:05
Die Anzeichen der Goldpreismanipulation reißen nicht ab. Wie so oft kam es auch heute wieder mehr oder minder pünktlich zu Handelsbeginn in den USA zu einer heftigen Abwärtsbewegung bei dem gelben Met ...

Markt für vernetzte Autos wächst jährlich um 30 Prozent

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 24. Juli 2014 - 14:50

Telefonieren, Emails checken und Einkaufen. Das Auto der Zukunft soll alles möglich machen. (Foto: Jens Kalaene/dpa)

Der Trend zum vernetzten Auto könnte sich für viele Zulieferer zur wahren Goldgrube entwickeln. Der Kursanstieg der Technologie- und Telekom-Werte wird sich nach Einschätzung von Experten durch den Vormarsch der Technik, die dem Fahrer am Steuer immer mehr Arbeit abnimmt, rasant beschleunigen. Denn rund um die Technologie mit Chips und Sensoren, Software und Touchscreens entwickelt sich ein Milliardenmarkt: Die französische Bank Exane BNP Paribas schätzt das Umsatzvolumen in den kommenden zehn Jahren auf mehr als 35 Milliarden Euro. „Das ist kein ferner Traum, sondern ein Fünf-Jahres-Rennen, wo man Geld verdienen oder es bleibenlassen kann”, urteilt BNP-Analyst Stuart Pearson. Bis 2020 werde das Geschäft mit Produkten für das vernetzte Auto jährlich um 30 Prozent wachsen.

Schon jetzt werden Neuwagen elektronisch hochgerüstet: Von Navigation, Kommunikation und Unterhaltung am Bordcomputer neben dem Steuer bis zu ersten Stufe des automatisierten Fahrens wie Einparkhilfen, dem automatischen Stoppen des Motors an Ampeln oder einem Tempomat zum Abstandhalten im Stau. Nach Erkenntnissen der britischen Beratungsfirma Machina Research haben derzeit erst zehn Prozent der Autos einen fest eingebauten Bordcomputer, bis 2020 werden nur noch zehn Prozent ohne ständige Verbindung zum Internet unterwegs sein.

Die deutschen Premiumhersteller Daimler, BMW und die Volkswagen-Tochter Audi arbeiten ebenso wie Toyota oder Nissan mit Technologiepartnern am automatisierten Fahren. Google liefert nicht nur wie Apple die Technik für ausgefeilte Bordcomputer, sondern arbeitet jetzt selbst an einem Kleinwagen, der keinen Fahrer mehr braucht. Teilautomatisiertes Fahren wie Parkhilfen oder Start-und-Stopp-Automatik haben Neuwagen schon heute zu bieten. Mit der Serienreife vollautomatisch fahrender Autos rechnet die Industrie im kommenden Jahrzehnt.

Davon profitieren werden nach Einschätzung von Analysten Chip-Hersteller wie Infineon, Intel, Qualcomm oder Texas Instruments. Auch die großen Telekom-Anbieter, die am Datenverkehr verdienen, sind beim Goldrausch dabei. Mit Milliardenumsätzen rechnen auch die beiden größten deutschen Autozulieferer Continental und der nicht-börsennotierte Bosch-Konzern, die Elektronikteile wie Sensoren oder Touchpads liefern. Für die beiden Marktführer für Navigationskarten TomTom und Nokia gilt das vernetzte Auto sogar als Erfolgsschlüssel. Sollten sie ihre Dominanz beim Ausbau des vernetzten Fahrens verteidigen können, traut BNP-Analyst Pearson Nokia einen Kursanstieg von 13 Prozent zu, TomTom sogar ein Plus von 32 Prozent. „Für Investoren ist es langfristig gescheiter, auf Aktien wie Microsoft oder Infineon zu setzen statt auf die der Autohersteller”, sagt Christian Jimenez, Fondsmanager von Diamant Bleu Gestion.

Dass die Anleger längst Witterung aufgenommen haben, zeigt der Erfolg des französischen Börsendebütanten Blue Solutions. An ihrem ersten Handelstag im Oktober war die Aktie des Herstellers von Batterien für Elektroautos 15-fach überzeichnet, seither ist sie um 130 Prozent gestiegen. Der Kurs von AKKA Technologies, die den Prototyp eines fahrerlosen Elektroautos entwickelten, hat sich seit 2009 versechsfacht.

Vernetzung von Smartphone und Auto steckt in den Kinderschuhen

Bis zu sieben Jahre liegen zwischen Entwicklungsbeginn eines neuen Fahrzeugs und Start der Produktion. Die Entwicklungszyklen in der IT-Industrie sind deutlich kürzer. Allein im Jahr 2013 erschienen sechs Updates für Googles Smartphone-Betriebssystem AndroidOS und 13 Aktualisierungen von Apples iOS für Mobilgeräte. Entsprechend unterstützen selbst die Infotainmentsysteme von Neuwagen nicht die neueste Technologie, die auf den Smartphones der Endkunden zum Einsatz kommt.

„Der Kunde erwartet“, sagt Jens Rese, Managing Consultant bei Detecon International und verantwortlich für das Detecon Connected Car Solution Center, „dass die Funktionen im Connected Car genauso innovativ sind wie die auf seinem mobilen Gerät – und das zu einem Bruchteil der Kosten.“ Alleine sind Automobilhersteller jedoch nicht dazu in der Lage, ihre Infotainment-Dienste schnell genug an die Kundenanforderungen anzupassen. Sie müssen Entwicklungspartnerschaften mit Anbietern aus der ITK-Branche eingehen, um attraktive Dienste wie Location Based Services und Social-Media-Funktionen flexibler und schneller zu realisieren. „Automobil und Smartphone wachsen immer stärker zusammen, dabei ist die richtige Partnerwahl heute wesentlich für den langfristigen Erfolg“, so Rese.

Hersteller sollten dabei auf die Multi-Plattform-Unterstützung setzen. „Künftig“, erklärt Rese, „sind die Hersteller erfolgreich, die alle im Markt verbreiteten Betriebssysteme unterstützen.“ OEMs (Original Equipment Manufacturer, dt. Erstausstatter, Anm. d. Red.) müssen daher die Voraussetzungen dafür schaffen, innovative Funktionen möglichst spät in die Änderungsmanagementprozesse der Entwicklung integrieren zu können. Die Architektur der Infotainment-Komponenten im Fahrzeug muss so flexibel gestaltet werden, dass diese langfristig einfach über das Smartphone eingebunden werden können. „Der Aufbau eines schlagkräftigen Produktmanagements“, weiß Rese, „ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür, geeignete Partner für die gemeinsame Entwicklung zu identifizieren, zu gewinnen und zu managen.“

„Die Strategien sollten aber nicht dem reinen Hype vermeintlich innovativer Geschäftsideen folgen“, betont Jana Remer, Consultant bei Detecon. „Denn die Ursachen sinkender Neuwagenverkäufe in der Zielgruppe unter 45 Jahren sind vor allem durch strukturelle und emotionale Veränderungen bei den Kunden begründet. Vielfältige Alternativen wie z. B. Car Sharing oder auch knappe Budgets drängen den Stellenwert eines neuen Autos zurück.“ Ein wichtiger Einflussfaktor für die emotionale Bindung jüngerer Zielgruppen an Automarken sei hingegen die individuelle Mitgestaltungsmöglichkeit. Dies könne z. B. durch die Integrationsfähigkeit individueller Dienste oder sogar durch die Einbeziehung der Kunden beim Fahrzeugdesign berücksichtigt werden. „Künftig könnte gelten: My car, my castle!“, so Remer.

Um diese Vision umsetzen zu können, muss für die OEMs gelten, so individualisiert wie nötig und so standardisiert wie möglich vorzugehen. Die Individualität können einerseits Plattformen erzeugen, auf denen sich verschiedene Hardware- und Softwarehersteller ansiedeln und so ein modularisiertes Fahrzeugdesign erlauben. Damit kann sich dann der Kunde bspw. die Farbe des Cockpits oder die Innenausstattungsmodule selbst zusammenstellen. Den zweiten Ansatz zur Individualisierung bietet Connected Car mit der Integrationsmöglichkeit von Servicewünschen. „Vor allem der Trend zum autonomen Fahren“, sagt Remer, „bietet OEMs künftig eine große Chance für Geschäftsmodelle, die auf der Integration von Daten basieren. Hersteller können die gesamte Frontscheibe im selbstfahrenden Connected Car als frei gestaltbare Multimedia- und Vernetzungszentrale nutzen.“

„Damit OEMs auf diese Weise künftig noch schneller und flexibler, bei gleichzeitig steigendem Kostendruck, dem Kundenwunsch nach Individualisierung gerecht werden können, ist ein vorausschauendes Partnermanagement zwischen Experten aus ITK- und Automobilbranche eine wichtige Grundvoraussetzung“, betont Jens Rese. „Es heißt also: Augen auf bei der Partnerwahl – wer einsam bleibt, ist selber schuld.“

Statistik: Pensionäre sind die größten Vermögensgewinner

www.manager-magazin.de - 24. Juli 2014 - 14:28
Mit einem Plus von rund 22 Prozent konnte keine andere Bevölkerungsgruppe ihr Vermögen in den vergangenen Jahren so stark steigern wie die Pensionäre. Sie besitzen im Schnitt nun doppelt so viel wie der Rest der Gesellschaft.
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