GBP/USD - Harmony verspricht nach neuem Hoch eine Korrektur

Goldseiten.de - 14. Juni 2014 - 5:00
Während der gestrigen Abendstunden überraschte der Chef der Bank of England (BoE) Mark Carney mit zinsoptimistischen Aussagen. Sämtliche Pfund-Pairs zogen darauf hin stark an. Solche Impulse sind natü ...

Mysteriös: Dutzende Flugzeuge in Europa verschwanden plötzlich vom Radar

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 2:06

Fluglotsen – hier am Tower des Flughafens Düsseldorf – waren in den vergangenen Tagen mehrfach irritiert, weil zivile Maschinen plötzlich von den Radarschirmen verschwanden. (Foto: dpa)

Dutzende zivile Flugzeuge sind in den vergangenen Tagen plötzlich von den Radarschirmen der Flugsicherung verschwunden. Betroffen war die Flugsicherung in Österreich, Deutschland, Tschechien und der Slowakei.

Am Freitagabend kam ein erster Hinweis aus der Slowakei.

Der Standard aus Wien berichtet:

„Nachdem die Ursache für die temporäre Störung der zunächst noch unklar war, teilten die slowakischen Behörden am Freitagabend mit, dass das Abreißen des Radarkontakts in den vergangenen Tagen militärische Gründe hatte. ,Das Verschwinden von Flugzeugen vom Radarschirm steht in Zusammenhang mit Truppenübungen, die in verschiedenen Teilen Europas am 5. und 10. Juni über die Bühne gegangen sind.’“

Die Flug-Website Aerotelegraph analysiert die Vorfälle:

„Das erste Mal passierte es am Donnerstag vergangener Woche. Plötzlich fehlten auf den Bildschirmen der Lotsen der Flugsicherungszentralen in Bratislava, Karlsruhe, Prag und Wien Informationen. Angaben zur Position, Flugrichtung, -höhe oder -geschwindigkeit wurden teilweise nicht mehr angezeigt. Oder Flieger waren gar nicht mehr zu sehen. «Ungefähr über einen Zeitraum von 25 Minuten hinweg war es so, dass einzelne Flugzeuge kurzzeitig vom Radarschirm verschwanden», erklärte damals ein Sprecher der österreichischen Flugsicherung Austro Control.

Am Dienstag (10. Juni) passierte dasselbe jetzt aber gleich nochmals. Zwischen zirka 13:30 Uhr und 15 Uhr verschwanden wieder Flugzeuge von den Bildschirmen der Lotsen – dieses Mal in Karlsruhe, München, Prag und Wien. Betroffen waren Maschinen, die sehr hoch flogen, schreibt die Zeitung Kurier. Das ruft nun die Europäische Luftverkehrsagentur Eurocontrol und die Europäische Agentur für Flugsicherheit Easa auf den Plan. Sie untersuchen die Vorfälle.“

Zunächst gab es keine Erklärung für die Ausfälle.

Wie die Zeitung Die Presse schreibt, waren die Ausfälle durch Nato-Militärmanöver verursacht worden:

„,Inzwischen haben wir die Ursache für das Verschwinden der Flugzeuge im Norden Italiens und im Westen Deutschlands lokalisiert’, sagt ein Informant der Presse, der Zugang zu Informationen der europäischen Flugsicherung hat. Seinen Angaben nach war die Quelle der Störung militärischen Ursprungs. Am 5. Juni soll es ein AWACS-Aufklärungsflugzeug in Italien gewesen sein, von dem die alles verschluckenden Signale ausgingen. Am Dienstag ein noch nicht identifiziertes Objekt in der Nähe der US-Air Base Ramstein in Deutschland.

Das AWACS-Flugzeug soll unter NATO-Kommando geflogen sein. In Ramstein befindet sich ein Kommandozentrum für die vereinten Luftstreitkräfte der Nato. Die Frequenz, auf der die Störung stattfand: 1030 Megahertz. Das ist jenes Band, auf dem die Transponder ziviler Flugzeuge mit der Flugsicherung Kontakt halten.“

Aerotelegraph zeigt sich über die Ausfälle besorgt – und hält die Irritationen durchaus für bedenklich:

„So oder so stellt sich aber eine Frage: Wie kann es zum Ausfall kommen und wie gefährlich ist er? Während die Flugsicherung den Zwischenfall herunterspielt, warnen andere Experten. «Die Flugsicherheit im betroffenen Raum war während des Störeinsatzes drastisch herabgesetzt», zitiert der Kurier aus einem Bericht des österreichischen Militärs für die Regierung in Wien.“

Bis heute rätselt die Luftfahrt-Branche über den Verbleib des Malaysian Airlines Flug MH 370. Auch dieses Flugzeug veschwand ohne vorherige Anzeichen plötzlich von den Radarschirmen. Die Maschine oder das Wrack ist bis heute nicht aufgefunden worden.

Geld-Schwemme der EZB: Am Ende droht die große Inflation

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 1:23

Das Euro-System ist aus den Fugen geraten. Doch anders als von der EZB beschworen, droht keine Inflation, sondern eine massive Geld-Entwertung. (Foto: dpa)

Mario Draghi hat lange Zeit das Gespenst der Deflationsgefahr in der Eurozone an die Wand gemalt. Jetzt schwenkt er öffentlich zwar um, aber er verwendet weiterhin dieses Argument zur Legitimation seiner exzessiv expansiven Geldpolitik. Die EZB vergibt dabei einen erneuten Mengentender, d.h. jede Geschäftsbank erhält zu einem vorgegeben niedrigen Zinssatz von 0,2% der EZB die gewünschte Zuteilungsmenge an Zentralbankgeld. Man rechnet hier mit einem Volumen von rund 400 Mrd. Euro. Die Maßnahme soll voraussichtlich im Herbst diesen Jahres starten. So soll angeblich der Deflationsgefahr entgegengewirkt werden, berichtet der Spiegel. Allerdings sollen diese Gelder zweckgebunden sein, d.h. die Geschäftsbanken müssten nachweisen, dass sie diese Mittel nicht wie bisher in großem Umfang bei der EZB parken. Um dem noch Nachdruck zu verleihen, wird ein Strafzins für solche Anlagen bei der EZB von 0,1% eingeführt. Wie diese Zweckbindung im Einzelnen ausgestaltet werden soll, bleibt derzeit noch offen.

Gleichzeitig räumt man nun offiziell ein, dass die zuvor beschworene Deflationsgefahr selbst aus Sicht der EZB gar nicht aktuell existiert, wie aus einer Stellungnahme der EZB hervorgeht. Nachdem man also die jetzigen geldpolitischen Beschlüsse durchgesetzt hat, hat der Mohr – sprich Deflation – seine Schuldigkeit getan. Man will jetzt als anderes Ziel die Kreditklemme bekämpfen, da offensichtlich weiterhin die Geschäftsbanken bei der Kreditvergabe insbesondere an kleinere und mittlere Unternehmen oder Privatkunden große Zurückhaltung üben. Stattdessen wurden die liquiden Mittel weiterhin in großem Stil in die Aktien-, Immobilienmärkte und in höher verzinsliche Staatsanleihen der Eurozone, d.h. insbesondere der Krisenländer investiert. Das hat zwar die Zinsen für Staatsanleihen im Vergleich zu denen zu Beginn der Eurokrise deutlich gesenkt, aber eben nicht die Privatwirtschaft dieser Länder in Schwung gebracht.

Die Legende, dass mittels Eurobonds und die dadurch erzielbare Senkung der Zinskosten der Staaten der Krisenländer der Eurozone alles wieder ins Lot zu bringen sei, ist damit jetzt bereits empirisch widerlegt. Trotz erneut niedriger Zinsen in den Krisenländern – sogar niedriger als vor Ausbruch der Eurokrise -, ist von einem kräftigen Wirtschaftsaufschwung dort nichts zu bemerken. Erst recht nicht am Arbeitsmarkt, wie aus den Statistiken von Eurostat hervorgeht. So wenig das Deflationsmärchen etwas mit der Realität zu tun hat, so wenig hat die Zinslegende der Eurobonds die tatsächlichen Ursachen der Krise in Europa offengelegt.

Auch das jetzige Maßnahmenpaket dient nicht den Zwecken, die die EZB als Grund für ihre jüngsten Beschlüsse nennt. Man wird – um es mit Keynes zu sagen – die Pferde zwar zur Tränke führen können, aber saufen müssen sie schon selber. Die Geschäftsbanken werden sich durch die EZB nicht zwangsweise zu Kredit zwingen lassen, die man nicht vergeben möchte. Des Pudels Kern findet sich stattdessen in der Bankenunion und dem angekündigten Stresstest, der AQR (mehr hier). Man muss die Bilanzen der Geschäftsbanken schönen, damit es nicht zu einer Bankenkrise aufgrund maroder Bankbilanzen kommt.

Europa ist Overbanked, d.h. hat zu viele Geschäftsbanken, die eigentlich Pleite sind und derzeit nur mittels der Liquiditätshilfen der EZB am Leben gehalten werden, wie eine Studie des ESRB belegt. Deswegen hätte im Zuge eine massive Bereinigung im Bankensektor stattfinden müssen und hierfür gerechterweise auch deren Kapitaleigner und Einleger für die Verlustabdeckung zur Verantwortung herangezogen werden müssen (Stichwort: Haftungskaskade).

Die EU-Kommission, die EZB und die nationalen Regierungen haben sich anders entschieden und ohne eine solche grundlegende Bereinigung der Bankenlandschaft weitgehend alle Banken mittels gewaltiger Staatsbürgschaften, wie beispielsweise bei der HRE oder IKB in Deutschland vor dem Finanzkollaps auf Kosten der Steuerzahler „gerettet“. Das ließ die Staatsverschuldung explodieren und wurde nur teilweise mit Kürzungen der Sozialleistungen „finanziert“. Die Staatsschuldenquoten sind bei der Mehrheit der Länder weiter deutlich gestiegen und steigen auch weiterhin, wie der IWF berichtet. Gespart wird de facto nicht, gespart wird an den Sozialleistungen, aber die Staatsverschuldung steigt, wie diese Studie zeigt. Wer aber zu Lasten der Bürger und nicht derjenigen konsolidieren möchte, schafft die Grundlage für soziale Unruhen, warnt die internationale Arbeiterbewegung ILO. Das gilt nicht nur für die EU, sondern weltweit. Eine Politik der sozialen Ungerechtigkeit, die die Lasten einer hemmungslosen Spekulation der Vermögensbesitzer mittels Hedgefonds und Großbanken, den übrigen Bürger anlastet, ist der Hintergrund einer neuen Verteilungsdebatte über Einkommen und Vermögen. Cui bono? Wem nützt die derzeitige Politik der EZB?

Zudem hat man den größten Banken, die weltweit mit hochriskanten Derivatgeschäften operieren gemeinsam mit den anderen Ländern insbesondere den USA, Japan, der Schweiz und der VR China den Status von systemrelevanten Banken verliehen, die letztendlich auf eine Staatshaftungsgarantie, d.h. weitere bail-outs zu Lasten der Steuerzahler vertrauen können. Die Frage des damit verbundenen moralischen Risikos wurde ignoriert. Man begnügte sich damit, den Sifi-Banken höhere Eigenkapitalquoten in Aussicht zu stellen. Im Falle einer erneuten systemischen Krise dürften diese jedoch keineswegs ausreichend sein, um die Banken ihre Verluste aus den Eigenmitteln abzudecken. Der Steuerzahler bleibt indirekt über den Staat als lender-of-last-resort in der Haftung.

Mit der demnächst geplanten Europäischen Bankenunion werden die Probleme de facto auch nicht gelöst. Es werden nur Haftungsrisiken für Banken vergemeinschaftet. Deutsche Steuerzahler haften dann eben gemeinsam mit Italienern und Franzosen für marode Banken in ihren Ländern. Man hofft mit der Bankenunion einen Bankennationalismus, der bisher das Verhalten der einzelnen Regierungen prägte verhindern zu können. Ob gemeinsame europäische Institutionen dafür ausreichend sein werden, bleibt aber mehr als zweifelhaft. Der Lackmustest wäre dann fällig, wenn beispielsweise eine Großbank eines Landes abgewickelt werden müsste.

Würde beispielsweise die italienische Regierung akzeptieren, wenn die kriselnde italienische Bank Monte de Paschi, deren Aktien vom Börsenhandel erst kürzlich ausgesetzt werden mussten, analog der HRE abgewickelt werden müsste, da sie nicht nur illiquide, sondern insolvent ist. Die Zustimmung dürfte entscheidend davon abhängen wer am Ende die Zeche zahlt. Ebenso wie Österreich hofft durch einen Schuldenschnitt der Hype Alpe Adria zu Lasten der Gläubiger insbesondere auch der Bayern LB die Kosten ins Ausland verschieben zu können, stimmen vermutlich viele Regierungen der Bankenunion nur zu, weil sie im Stillen hoffen, dass sie dabei einen Vorteil im Zuge der unausweichlichen Bankensanierung der EU für sich herausschinden können. Da das aber natürlich bei einem Nullsummenspiel nicht möglich sein wird, dürfte der Streit erst mit Beginn der Bankenunion erst richtig losgehen.

Zwar hätte dann die EZB als oberste Aufsichtsbehörde die Zuständigkeit für diese Entscheidung, aber es bleibt völlig offen, ob sich die jeweiligen Länder und deren Regierungen einer Entscheidung beugen werden, wenn es eine ihrer Banken tatsächlich treffen sollte. Die Einführung der Bankenunion wird also nicht die Lösung liefern, sondern vertagt derzeit nur den Streit auf den Zeitpunkt danach. Wie der Streit um die Besetzung des Postens des EU-Kommissionspräsidenten bereits anschaulich dokumentiert, scheren sich die Regierungschefs wenig um institutionelle Gepflogenheiten und Regelungen, wenn ihnen das damit vorgegebene Ergebnis missfällt (hier). Es ist daher meiner Ansicht nach nur eine weitere Illusion, dass fragile europäische Institutionen kontroverse Entscheidungen besser regeln können. Wie die Drohung Großbritanniens, aus der EU notfalls auszutreten, bereits zeigt, ist die Autonomie des Landes David Cameron wichtiger als die Unterordnung unter einem institutionellen Rahmen der EU. Die Hoffnungen, die Institutionalisten in die Reform der EU setzen, könnten sich daher rasch als Luftschloss erweisen.

Statt rasch nach Ausbruch der Finanzkrise die Bankensanierung auf nationaler Ebene voranzutreiben und insolvente Banken abzuwickeln, hat die Politik die Zombiebanken immer weiter mit Geld durch die EZB zu versorgen, dazu geführt, dass ein Attentismus eingetreten ist, weil man eben darauf spekuliert, durch die Kollektivhaftung in der Bankenunion billiger aus der Angelegenheit herauszukommen.

Es wundert daher nicht, dass einige Beobachter japanische Verhältnisse in Europa diagnostizieren. Dort wurde auch die Konsolidierung des Finanzsektors über mehr als ein Jahrzehnt verschleppt und hat damit maßgeblich zur langandauernden Stagnation der japanischen Wirtschaft und eine explodierende Staatsverschuldung beigetragen.

Hat die EZB mit ihrer Geldpolitik die Währungsunion gerettet? Zweifel sind angebracht. Man hat es den Regierungen ermöglicht, die Konsolidierung des Finanzsektors auf nationaler Ebene voranzutreiben, da man ja die EZB in der Rolle des lenders-of-last-resort zusammen mit dem EFSF und dem ESM kostengünstiger in Anspruch nehmen konnte.

Dass eine solche Politik kumulativ steigende Lasten mit sich bringt, wird dabei geflissentlich unter den Teppich gekehrt. All diese uneinbringlichen Forderungen müssen ja mit Zins und Zinseszins in die Zukunft fortgeschrieben werden. So muss die Fed in den USA bereits verkünden, dass man auf Jahre hinaus die gewaltig aufgeblähte Bilanz wohl aufrechterhalten müsse. Denn es gäbe keine realistische Chance, die Papiere ohne erhebliche Wertberichtigungen zurück in den Finanzmarkt zu schleusen, zitiert Bloomberg einen Sprecher der US-Notenbank.

Es ist das Eigeständnis, dass die Politik von Ben Bernanke ein toxisches Erbe hinterlassen hat. Eine Bilanzbereinigung ist aber wegen der dann fälligen Verluste und der Notwendigkeit einer Rekapitalisierung der Fed unerwünscht. Also schleppt man die Lasten weiterhin in die Zukunft. Allerdings führt die Bilanzschwäche der Notenbanken dazu, dass man im Falle einer erneuten schweren globalen Finanzkrise weitgehend handlungsunfähig sein wird. Noch einmal kann man nicht einen so gewaltigen Bail-out stemmen. Trotzdem führt dieses Risiko nicht zur Einsicht, bei den Akteuren der Großbanken vorsichtiger zu operieren. Man tanzt weiter, solange die Musik auf dem Börsenparkett spielt, und versucht, nebenbei seine Schäfchen rechtzeitig ins Trockene zu bringen. Es ist eben eine Politik des l’après moi, le deluge. Die Flut kam in Frankreich in Form der französischen Revolution. Ludwig der XV wusste also was er sagte. Nur verhindert hat er die Katastrophe nicht.

Wenn aber zu hohen Buchwerten zu niedrige Realwerte gegenüber stehen, ist die Richtung der Korrektur am Ende klar. Die Buchwerte werden sich den Realwerten anpassen müssen. Diesen Vorgang kann man dann Vermögensabgabe, Schuldenschnitt oder Inflation bzw. Hyperinflation nennen. Jede dieser Ausprägungen ist jedoch alles andere als eine weiche Landung. Es ist ein Schock. Nur Deflation ist es nicht. Be prepared.

Kalifornien: Russische Bomber dringen in US-Luftraum ein

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 1:08

Russische Langstreckenbomber vom Typ Tu-95 Bear H, hier eskortiert von einer Typhoon der RAF, sind in den amerikanischen Luftraum eingedrungen. (Foto: RAF)

Zahlreiche US-Senatoren sehen im russischen Präsidenten einen „säbelrasselnden Macho“ mit wenig Substanz. (Foto: dpa)

An der amerikanischen Westküste ist es am Montag zu einer Provokation gekommen. Vier russische Langstreckenbomber des Typs Tu-95 Bear H drangen bei Kalifornien in die Luftraum-Überwachungszone der USA ein.

Als Reaktion versuchten zwei F-22 Kampfjets der US-Luftwaffe, die Bomber abzufangen. Daraufhin zogen die russischen Bomber wieder ab. Das bestätigte der NORAD-Sprecher Jeff Davis der Zeitung Washington Free Beacon.

Der Zwischenfall sorgte auch für Aufruhr im US-Repräsentantenhaus. „Das ist eine Provokation und völlig unnötig. Doch es passt in das Bild des machohaften Säbelrasselns [von Putin]“, zitiert UPI den US-Abgeordneten Mike Conaway. Es wäre ein Kinderspiel für die US-Luftwaffe gewesen, einen der Bear H-Bomber abzuschießen.

Bis zum Jahr 1988 beobachteten die Nato-Staaten, dass die Bear H-Bomber insbesondere bei der Simulation eines Angriffs auf die USA eingesetzt wurden, berichtet das amerikanische Militärportal Global Security.

Bürgerkrieg im Irak: Islamische Gruppen kämpfen um die Vorherrschaft

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 1:01

Die größten gesellschaftlichen Gruppen im Irak sind die Schiiten, Sunniten und Kurden. (Screenshot via Youtube)

Der Irak könnte in einen Konfessions-Krieg zwischen Schiiten und Sunniten schlittern. Beim Freitagsgebet hatte einer der einflussreichsten schiitischen Geistlichen im Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, dazu aufgerufen, das Land mit Waffengewalt gegen Aufständische zu verteidigen.

Bei den Aufständischen handelt es sich hauptsächlich um die sunnitische Islamisten-Gruppe „Der Islamische Staat im Irak und der Levante“ (ISIL). Doch die Worte des Geistlichen sorgten bei allen irakischen Sunniten für Unruhe.

Die Sunniten bilden innerhalb der islamischen Welt die größte Glaubensrichtung – außer im Iran, Bahrain, Oman, Aserbaidschan, Libanon und Irak. Die Schiiten sind in der Minderheit. Beide Gruppen unterscheiden sich durch verschiedene Auslegungen der islamischen Geschichte und Religionslehre.

Nach Angaben von CIA – The World Factbook sind 60 bis 65 Prozent der irakischen Bevölkerung Schiiten. Etwa 32 bis 37 Prozent sind Sunniten. Im Irak leben insgesamt etwa 32,6 Millionen Menschen.

Alte Schuld erzeugt neue Schuld

Unter dem Saddam-Regime wurden die Schiiten massiv unterdrückt. Denn die irakischen Schiiten gelten als mehrheitlich pro-iranisch, obwohl sie Araber sind. Die Konfession ist an dieser Stelle wichtiger als die Ethnie.

Nach dem Sturz Saddam Husseins etablierten sich die Schiiten im neuen Irak. Aktuell sind sie tonangebend in Bagdad. Für die restliche Bevölkerung gelten sie immer noch als Handlanger des Irans. Deshalb fürchten sich die restlichen Gruppen vor ihnen.

Die Brookings Institute-Analystin Geneive Abdo zitiert den Ex-Medienberater der bahrainischen Botschaft in Washington D.C, Saqer Al Khalifa:

„Seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 weiss der Geheimdienst Bahrains, dass es eine schiitische Ideologie gibt (…) Nach Saddams Abgang hat das Sektierertum im Irak zugenommen. Sie [die Schiiten] zielten auf Wissenschaftler und religiöse Führer ab (…) Dasselbe passierte urplötzlich in Bahrain.“

Stratfor-Analyst Kamran Bokhari sagt, dass die Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten im Irak auch eine regionale Bedeutung haben. Denn der Iran sieht sich als der natürliche Schutzpatron der Schiiten.

Saudi Arabien steht auf Seiten der irakischen Sunniten. Der weitgehende Abzug der US-Truppen aus dem Irak im Jahr 2011 hat ein Machtvakuum im Land geschaffen. Dieses Vakuum wollen die beiden religiösen Parteien ausfüllen und stehen in Konkurrenz.

Künstliche Staaten und Grenzen

Doch die heutigen Grenzen des Irak und der Arabischen Welt sind nach dem Ersten Weltkrieg hauptsächlich von den Briten künstlich geschaffen worden, schreibt O’Brien Browne im Christian Science Monitor. Die Grundlage hierfür lässt sich im Sykes-Picot-Abkommen finden. Der wurde 1916 zwischen Frankreich und Großbritannien geschlossen und sah die Aufteilung des Nahen Ostens vor.

Das jene alte Ordnung zerfällt wird auch in der Türkei weitgehend akzeptiert. Der türkische Journalist Ardan Zentürk schreibt in einem Artikel der Zeitung Stargazete:

„Die Zentralregierungen Syriens und des Irak, sind nicht mehr fähig ihre Territorien zu kontrollieren. Der Irak ist nach dem Einmarsch der Amerikaner rechtlich in drei Teile zerfallen. Die Paradigmen der Region verändern sich.“

Zentürk erkennt zudem eine Feindseligkeit der Schiiten im Irak. Die seien darauf aus, die Sunniten und Kurden in Ihren Rechten zu beschränken. Die aktuellen Ereignisse in Mossul bestünden nicht aus reinen Aggressionen der ISIL-Extremisten.

Dahinter stecke vielmehr ein kollektiver Aufstand der Sunniten, die seit elf Jahren massiv unterdrückt werden, so Zentürk. Deshalb müsse die Türkei insbesondere die Kurden unterstützen.

Künstliche Intelligenz: Computer imitiert erstmals erfolgreich einen Menschen

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 0:57

Das Computerprogramm „Eugene Goostman“ imitiert das Verhalten eines 13-jährigen Jungen – ähnlich wie der Hauptcharakter David im Film „A.I. – Künstliche Intelligenz“. (Foto: dpa)

Ein Computerprogramm aus Russland bestand erstmals den schwersten Test für künstliche Intelligenz. Etwa ein Drittel der Juroren glaubte dabei, eine Unterhaltung mit einem Menschen zu führen. Tatsächlich beantwortete das Computerprogramm „Eugene Goostman“ die Fragen der Jury.

Dadurch ist „Eugene“ das erste Programm, das den sogenannten Turing Test erfolgreich absolviert hat, wie die Universität von Reading mitteilte. Der Turing Test gilt als ultimative Hürde für die Erprobung künstlicher Intelligenz. Der Test wurde 1950 vom Mathematiker und Enigma-Code-Knacker Alan Turing entworfen. Seine These lautete: Erst wenn Menschen nicht mehr in der Lage sind, das Verhalten einer Maschine von dem eines Menschen zu unterscheiden, handelt es sich um künstliche Intelligenz.

„Eugene Goostman“ wurde bereits 2001 in Russland von Vladimir Veselov und seinem Team entwickelt und kontinuierlich weiterentwickelt, wie Golem berichtet. Ihr Ziel war es dabei, dass „Eugene“ Dialoge so natürlich wie möglich imitiert. Der Computer ahmt das Verhalten eines 13-jährigen Jungen aus der Ukraine nach. In jeweils fünfminütigen Gesprächen mit beliebigen Fragen überzeugte er 33 Prozent der Juroren, dass er ein Mensch ist.

Doch das Test-Ergebnis zog auch viel Kritik nach sich, wie Futurezone berichtet. Bei „Eugene“ handele es sich lediglich um einen sogenannten Chatbot, eine clevere Sprachsoftware. Auch der von Google entwickelte Cleverbot war als ein solches Programm in der Lage, den Turing Test zu bestehen und überzeugte dabei sogar 59 Prozent der Juroren.

Auch die Tatsache, dass „Eugene“ einen 13-Jährigen imitierte, sorgte für Kritik. Dies sei lediglich eine Rechtfertigung für seltsame oder fehlerhafte Antworten. Darüber hinaus sei die Zusammensetzung der Jury durch Prominente aus dem öffentlichen Leben äußerst zweifelhaft. Und schließlich sei der Veranstalter des Test, Professor Kevin Warwick, schon in der Vergangenheit durch zweifelhafte PR-Aktionen aufgefallen. So behauptete Warwick, er sei aufgrund eines implantierten RFID-Chips der erste menschliche Cyborg. Und im Jahr 2010 behauptete er, er habe erstmals einen Menschen mit einem Computervirus infiziert.

Doch die Universität Reading und Professor Warwick ließen sich von den Kritikern nicht einschüchtern. In einer gemeinsamen Stellungnahme bezeichnen sie den absolvierten Test als „Meilenstein der Computerwissenschaft“.

„Einige werden behaupten, dass der Test schon einmal erfolgreich absolviert wurde. […] Aber dieses Ereignis involvierte die meisten Simultan-Tests, wurde von unabhängiger Seite verifiziert und die Unterhaltungen waren ohne Begrenzung. Ein wahrer Turing-Test legt die Fragen oder Themen nicht vorher fest. Wir sind deshalb stolz darauf, verkünden zu dürfen, dass Alan Turings Test am Samstag zum ersten Mal bestanden wurde“, so Professor Warwick in einer Stellungnahme.

Brasilianischer Fußball: Der lange Weg zur Vielfalt der Kulturen

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 0:56

Bereits ab 1905 nahm der Fußballklub Bangu Schwarze in seinen Reihen auf. (Foto: Cascais)

Das war nicht immer so: Noch in den 1920er Jahren weigerten sich viele Clubs, afrobrasilianische Spieler aufzunehmen.

Zwei historische Fußballclubs aus Rio de Janeiro – Bangú Atlético Clube und Clube de Regatas Vasco da Gama – waren die Pioniere im Kampf gegen den Rassismus im brasilianischen Fußballsport, viele Jahrzehnte bevor die gleichberechtigte Begegnung unterschiedlicher ethnischer Gruppen im Fußball auch in Europa zum Thema wurde.

Zwei kleine Liebeserklärungen an zwei große Pioniere des brasilianischen Fußballs:

Bangu Atlético Clube wurde 1904 von einigen englischen Arbeitern einer Textilfabrik im Stadtteil Bangu gegründet. Aktuell spielt Bangu in der Staatsmeisterschaft von Rio de Janeiro.

Bangu rühmt sich der erste Fußballclub in ganz Brasilien gewesen zu sein, der es farbigen Fußballern erlaubte, für den Verein zu spielen. Bereits ab 1905 nahm Bangu Schwarze in seinen Reihen auf. Der erste war ein gewisser Francisco Carregal, „der erste Schwarze, der je ein Trikot eines brasilianischen Fußballvereins tragen durfte“, heißt es im 1947 verfassten Standartwerk des berühmten Sportjournalisten Mário Filho „O negro no futebol brasileiro“ (Die Schwarzen im brasilianischen Fußball). Der zweite schwarze Fußballer wurde ein Jahr später, 1906, ebenfalls von Bangu verpflichtet: Er hieß Manoel Maia und war Torwart. 1907 wird der Club Bangu vom Verband aufgefordert alle “farbigen” Spieler zu entlassen. Eine entsprechende Anzeige erscheint in den Zeitungen. Bangu weigert sich und wird von der Meisterschaft ausgeschlossen. Im Jahre 1909 wird der Verein wieder aufgenommen. Ohne schwarze Spieler. 1913 verpflichter man aber erneut einen “farbigen” Spieler: Feliciani Machado, der „halb Indianer und halb Schwarzer war‘“, wie es bei Mário Filho heißt.

Vasco da Gama gewinnt 1923 mit mehreren schwarzen Spielern die Meisterschaft von Rio de Janeiro. Unerhört! Der Verein wird daraufhin beschuldigt, die Regeln der Meisterschaft missachtet zu haben. Die Manipulation soll darin bestanden haben, dass der Verein, entgegen offizieller Vorgaben, Amateure beschäftigte, die in Wirklichkeit Profis waren. Das heißt: Offiziell waren die Spieler als Lagerarbeiter bei den portugiesischen Kaufleuten beschäftigt. In Wirklichkeit wurden die Spieler aber freigestellt, damit sie „rund um die Uhr trainieren konnten“. Ein Skandal! Nur deshalb konnten sie im Jahr 1923 so die die Liga von Rio de Janeiro beherrschen, klagten damals die Kritiker. Sie verloren in der Saison nur ein einziges Spiel, gegen Flamengo. Außerdem gab es zwei Unentschieden. Alle anderen Spiele haben sie gewonnen.

Wie konnte es sein, dass arme und dazu noch schwarze Spieler eines bescheidenen Einwanderer-Vereins plötzlich Gewinner der Meisterschaft waren?

Von da an haben sich die übrigen Vereine zusammengetan und Vasco da Gama aus der Liga verbannt. Als Grund wurde nicht nur angeführt, dass der Verein Schwarze aufstellte, sondern auch, dass der Club die Spieler nur fürs Spielen und Trainieren bezahlte.

Vasco da Gama wurde 1898 als Ruderverein von portugiesischen Einwanderern gegründet und eröffnete 1916 eine Fußballabteilung. Der Verein wird von kleinen Kaufleuten, vor allem portugiesischen Ursprungs, unterstützt.

Der Fußballklub Bangu im Jahr 1906. (Foto: Cascais)

 

Der Fußballklub Bangu im Jahr 1911. (Foto: Cascais)

 

Der Fußballklub Bangu im Jahr 1920. (Foto: Cascais)

 

Teil 1: Die Revolution hat in Brasilien Feuer gefangen

Teil 2: Brasilien: Künstler protestieren gegen die Fußball-WM

Teil 3: Brasilien: Von der Fußball-WM profitieren Konzerne, Politiker und Banken

Teil 4: Weltmeister: Deutsche Waffen-Industrie verdient prächtig mit der Fußball-WM

Teil 5: Brasilien: Staudamm-Bau mit Methoden einer Militär-Diktatur

Teil 6: Wer ist die rätselhafte Dilma Rouseff?

Teil 7: Brasilien: Straßenkinder passen nicht ins Bild der WM – und verschwinden

Teil 8: Der ganz andere WM-Song:  „Öffnet eure Augen, Brüder / die FIFA greift in unsere Taschen“

Teil 9: Brasilien: Fifa unterstützt Projekte gegen Kinderprostitution nicht

Teil 10: Lage in São Paulo eskaliert: Polzei knüppelt streikende U-Bahn-Fahrer nieder

Teil 11: Der Schwarze Block will marschieren: „20 Prozent der Brasilianer sind gegen die WM“

Teil 12: Korruption bei der Fifa: „Wer einmal die Hand aufhält, versucht es auch ein zweites Mal“

Ende einer Tradition: Norwegen will Betteln offiziell verbieten

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 0:29

Das norwegische Königshaus, hier mit Besucher Joachim Gauck, legt Wert auf Stil. Doch Betteln soll in einem der reichsten Länder der Welt verboten werden. (Foto: dpa)

Die norwegische Regierung plant die Einführung eines landesweiten Bettel-Verbotes. Ab dem 1. Juli 2014 können erste Gemeinden ein lokales Bettelverbot aussprechen. Ein entsprechendes Gesetz für ganz Norwegen soll ab 2015 in Kraft treten, verkündete die Regierung am Dienstag.

Bis zum jahr 2005 galt in Norwegen schon einmal ein Bettel-Verbot. Nun hat sich die Regierungskoalition der konservativen Höyre und der rechtsliberalen Fortschrittspartei (FrP) zu einer Neuauflage des Gesetzes geeinigt. Unterstützt wurde die Regierung in ihrem Vorstoß sogar von der oppositionellen Zentrumspartei. Christdemokraten, Liberale und Arbeiterpartei verurteilten das Verbot dagegen als „beschämend“, berichtet die NZZ.

Norwegen ist wegen des Erdöls eines der reichsten Länder der Welt. In der Rangliste der Super-Reichen nimmt Norwegen Platz vier ein (mehr dazu hier).

Armutsgefährdete Menschen, die bisher auf das Betteln angewiesen sind, sollen stattdessen durch soziale Maßnahmen unterstützt werden. Zudem beschloss die Regierung, die osteuropäischen Länder, aus denen die meisten Bettler in Norwegen stammen, mit EWR-Geldern zu unterstützen.

Mit dem Bettelverbot wolle die Regierung Alltagskriminalität, Menschenhandel und Ordnungsprobleme eindämmen. Christdemokraten und Liberale verwiesen dagegen vergeblich auf die Anwaltsvereinigung, die keinen Zusammenhang zwischen Betteln und Kriminalität sieht. Sie kritisierten zudem, dass das Bettelverbot einer Kriminalisierung von Menschen in sozialer Not gleichkäme. Die zugereisten Ausländer, darunter viele Roma, hätten keinen Anspruch auf Sozialhilfe und könnten somit auch nicht von den Sozialmaßnahmen für Armutsgefährdete profitieren.

Die norwegische Polizei hingegen begrüßte das geplante Gesetz als vorbeugende Maßnahme. Der Polizei-Chef von Oslo sagte, dass die Aufhebung des Bettelverbotes im Jahr 2005 zu einem Zustrom von Bettlern geführt hat. Infolgedessen hätten Ordnungsprobleme und Kleinkriminalität in der Stadt zugenommen.

Österreichisches Militär kann sich kein Benzin mehr leisten

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 14. Juni 2014 - 0:06

Das österreichische Bundesheer steht kurz vor der Pleite. Ob noch Geld für Schminke bereit steht, ist nicht bekannt. (Foto: dpa)

Das österreichische Bundesheer steht kurz vor dem Finanzkollaps und muss in diesem Jahr noch 45 Millionen Euro einsparen. Ab Herbst können nicht einmal mehr alle Fahrzeuge betankt werden.

Die Sparpläne sind radikal: 900 Geländewagen werden nun verkauft, weil die Reparaturen zu teuer sind. Für die umstrittenen 15 Eurofighter, die Österreich angekauft hat, gibt es jetzt nur noch 12 statt 18 Piloten. Zudem gibt es ein Einkaufsverbot.

Es darf „keine Beschaffungen von Gerät“ durchgeführt werden, so wörtlich in einem geheimen Papier des Ressorts „Streitkräfte Bereitstellung“, über das die Zeitung Österreich berichtet.

Weder Fahrzeuge, Waffensysteme, Munition oder sogar Uniformen darf das Bundesheer ankaufen. Zusätzliches Geld soll durch Grundstücksverkäufe eingenommen werden. Die 144 Liegenschaften sollen in diesem Jahr noch rund 30 Millionen Euro einbringen.

Irak: Obama erwägt Militärschlag, schließt Bodentruppen aus

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 13. Juni 2014 - 22:36

Trotz des raschen Vormarschs der islamistischen Rebellen schicken die USA keine Soldaten in den Irak. Auch für die Prüfung “anderer Optionen” werde er noch mehrere Tage brauchen, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag in Washington. Jede Aktion der USA müsse begleitet werden von größeren Anstrengungen der irakischen Regierung, betonte der US-Präsident. Im Irak selbst stießen die Islamisten erstmals seit Tagen auf energischen Widerstand. Aus zwei Orten nördlich von Bagdad wurden Gefechte zwischen regierungstreuen Milizen und den sunnitischen Isil-Extremisten gemeldet. Auch China erklärte sich bereit, der irakischen Regierung zur Seite zu stehen. Die Islamisten weiteten aber ihre Kontrolle über die bereits eroberten Gebiete aus und begannen damit, die Grenzwälle zwischen Syrien und dem Irak niederzureißen. Die Extremisten wollen einen islamistischen Staat im Irak und im historischen Groß-Syrien errichten, zu dem sie auch das heutige Jordanien und Israel zählen.

Obama sagte, die Rebellen hätten den Irak zum Teil überrannt. “Das ist ein regionales Problem, und es wird ein langwieriges Problem sein.” Die Aufständischen bedrohten das irakische Volk und könnten auch zu einer Gefahr für US-Bürger werden, sagte er. Aber die USA würden sich nicht einfach an einem Militäreinsatz beteiligen, wenn es keinen politischen Plan der irakischen Führung gebe und diese nicht auf eine Zusammenarbeit vorbereitet sei. “Wir werden es nicht an ihrer Stelle tun können”, sagte Obama.

Von Bagdad aus wurden schiitische Freiwillige in Lastwagen zur Front in den Norden gebracht. Gekämpft wurde nach Behördenangaben in den Orten Udhaim und Mukdadija, die etwa 80 bis 90 Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegen. Nach Mukdadija hat sich die irakische Armee zurückgezogen, als die Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil) in der Nacht zwei andere Orte eingenommen haben. Augenzeugen zufolge griff ein Militärhubschrauber eine Moschee in Tikrit an, das auch von den Aufständischen kontrolliert wird. Nach UN-Angaben sind bei dem Vormarsch der Islamisten in den vergangenen Tagen vermutlich Hunderte Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Zivilisten.

Die irakische Armee wurde von den USA ausgebildet und mit 25 Milliarden Dollar unterstützt. Sie hat der Isil bislang aber kaum etwas entgegenzusetzen. Diese hat innerhalb von Tagen Mossul eingenommen, die zweitgrößte Stadt des Landes, und bedroht nun Bagdad. Die Streitkräfte sind durch Fahnenflucht geschwächt. Die Sunniten im Irak werfen der Armee wie auch der Regierung vor, vordringlich schiitische Interessen zu verfolgen. Die USA haben ihre Truppen 2011 abgezogen – nach dem Sturz des sunnitischen Machthabers Saddam Hussein.

Der überraschende Erfolg der Isil hat auch Staaten auf den Plan gerufen, die eigentlich einer Zusammenarbeit mit den USA kritisch gegenüberstehen. Von einem Insider erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass auch der Iran eine Kooperation mit dem Erzfeind USA erwäge, um die Islamisten zu stoppen. Der Schritt werde innerhalb der iranischen Führung diskutiert, hieß es. Der Iran ist schiitisch geprägt.

China biete der irakischen Regierung “jede erdenkliche Hilfe an”, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Die staatliche chinesische Öl-Gesellschaft CNPC ist an drei Projekten im Irak beteiligt.

Die Isil ist auch in den syrischen Bürgerkrieg verwickelt, wo sie gegen die Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad kämpft, aber auch gegen andere Islamisten-Gruppen. Nach Angaben syrischer Oppositioneller schafft die Isil ihre im Irak erbeuteten Waffen über die Grenze nach Syrien. Bewohner in der Region berichteten, dass die Islamisten mit Planierraupen Breschen in die Erdwälle schlugen, die bislang beide Staaten trennen.

In den neu eroberten Gebieten im Irak veröffentlichte die Isil Verhaltensregeln auf der Grundlage des islamischen Rechts. Diese beinhalten ein Verbot von Alkohol und Zigaretten. Frauen müssten sich komplett verhüllen und dürften nur weite Kleidung tragen. Die UN-Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay ist ihrem Sprecher zufolge besorgt über Massenhinrichtungen und die Vertreibung von rund einer halben Million Menschen.

Korruptions-Affäre: Fifa sperrt Franz Beckenbauer

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 13. Juni 2014 - 22:19

Kaiser werden immer wieder vom Thron gestoßen: Spaniens Torhüter Iker Casillas erlebte bei der 1:5-Niederlage gegen die Niederlande auch ein blaues Wunder. (Foto: dpa)

Die Fifa hat Franz Beckenbauer im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Korruption bei der WM-Vergabe an Russland und Katar vorübergehend für jede Tätigkeit im Fußball gesperrt. 90 Tage lang dürfe der frühere Weltmeister weder international noch national tätig werden, teilte die Ethik-Kommission des Weltfußballverbandes am Freitag in Brasilia mit. Die Sperre sei provisorisch. Die Kommission warf Beckenbauer, der als Spieler 1974 und als Teamchef 1990 Weltmeister wurde, mangelnde Kooperation bei der Aufklärung vor. Trotz wiederholter Aufforderung habe er nicht die vom Fifa-Ermittler Michael Garcia gestellten Fragen beantwortet.

Beckenbauer selbst hatte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der “Bild”-Zeitung die fehlende Antwort mit Sprachschwierigkeiten begründet. Er sei bereit gewesen, alle relevanten Fragen zu beantworten, sagte er, “nur kamen die in Juristen-Englisch, die ich bei einer so komplizierten Materie nicht vollständig verstanden habe”. Er habe um eine Unterredung in Deutsch gebeten, die aber abgelehnt worden sei. “Ich habe nullkommanull zu verbergen und bin natürlich auch der Meinung, dass es im Falle von Korruptions-Nachweisen für die Verantwortlichen Konsequenzen geben muss.”

Die Ethikkommission geht derzeit Vorwürfen nach, wonach bei den Vergaben der Weltmeisterschaft im Jahr 2018 an Russland und 2022 an Katar Korruption im Spiel war. Garcia will im Juli seine Untersuchungsergebnisse vorlegen.

Beckenbauer war als Exekutivmitglied der Fifa an den umstrittenen Entscheidungen beteiligt. Laut einem Bericht der “Sunday Times” soll das Fifa-Exekutivmitglied Mohamed Bin Hammam andere Mitglieder des Gremiums bestochen haben, um die Vergabe der WM an sein Heimatland Katar zu erreichen. Bin Hammam wurde wegen Korruption lebenslang von Tätigkeiten im Fußball gesperrt.

Ob er selbst für Katar gestimmt hat, verschweigt Beckenbauer mit Verweis auf das Wahlgeheimnis. Der “Bild” hatte er gesagt, er habe eine Empfehlung des DFB erhalten. Zudem habe er bereits kurz nach der Abstimmung erklärt, dass er von der Entscheidung für Katar überrascht gewesen sei, zumal es für eine WM im Sommer dort viel zu heiß sei.

Beckenbauer, der früher bei Bayern München spielte, war maßgeblich daran beteiligt, dass die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ausgetragen wurde.

Kämpfe im Irak: Islamisten stoßen auf Freiwilligen-Miliz

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 13. Juni 2014 - 17:13

Irakische Freiwillige brechen auf, um gegen die islamistische Isil-Gruppe zu kämpfen. (Foto: dpa)

Die Islamisten im Irak stoßen bei ihrer Blitzoffensive erstmals auf energischen Widerstand. Aus zwei Orten nördlich von Bagdad wurden am Freitag Gefechte zwischen regierungstreuen Milizen und den sunnitischen Kämpfern gemeldet. Die US-Regierung kündigte eine baldige Entscheidung über einen Militäreinsatz an. Auch China erklärte sich bereit, der irakischen Regierung zur Seite zu stehen.

Die Islamisten, die einen Gottesstaat im Irak und Syrien errichten wollen, weiteten derweil ihre Kontrolle über die bereits eroberten Gebiete aus. Sie begannen damit, die Grenzwälle zwischen Syrien und dem Irak niederzureißen.

Von Bagdad aus wurden schiitische Freiwillige in Lastwagen zur Front in den Norden gebracht. Gekämpft wurde nach Behördenangaben in den Orten Udhaim und Mukdadija, die etwa 80 bis 90 Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegen. Nach Mukdadija hat sich die irakische Armee zurückgezogen, als die Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil) in der Nacht zwei andere Orte eingenommen haben. Augenzeugen zufolge griff ein Militärhubschrauber eine Moschee in der Stadt Tikrit an, die auch von den Aufständischen kontrolliert wird. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Nach UN-Angaben sind bei dem Vormarsch der Islamisten in den vergangenen Tagen vermutlich hunderte Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Zivilisten.

Der führende schiitische Geistliche des Iraks, Ali al-Sistani, rief bei den Freitagsgebeten in Kerbala seine Glaubensbrüder auf, ebenfalls zu den Waffen zu greifen. Die Verteidigung des Landes sei ein “heiliges Ziel”, hieß es in seiner Botschaft. Wer im Kampf gegen die Isil falle, werde zum Märtyrer.

Die irakische Armee wurde von den USA ausgebildet und mit 25 Milliarden Dollar unterstützt. Sie hat der Isil bislang aber kaum etwas entgegenzusetzen. Diese hat innerhalb von Tagen Mossul eingenommen, die zweitgrößte Stadt des Landes, und bedroht nun Bagdad. Die Streitkräfte sind durch Fahnenflucht geschwächt. Die Sunniten im Irak werfen der Armee wie auch der Regierung vor, vordringlich schiitische Interessen zu verfolgen. Die USA haben ihre Truppen 2011 abgezogen – nach dem Sturz des sunnitischen Machthabers Saddam Hussein.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich entschlossen, den Vormarsch der Islamisten notfalls mit Gewalt zu stoppen. Er prüfe alle Optionen, sagte er. Regierungsvertreter stellten später klar, dass der Einsatz von Bodentruppen nicht geplant sei. Außenminister John Kerry sagte am Freitag in London, er erwarte, dass Obama angesichts der kritischen Lage bald eine Entscheidung treffen werde.

Der überrasche Erfolg der Isil hat auch Staaten auf den Plan gerufen, die eigentlich einer Zusammenarbeit mit den USA kritisch gegenüberstehen. China biete der irakischen Regierung “jede erdenkliche Hilfe an”, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Die staatliche chinesische Öl-Gesellschaft CNPC ist an drei Projekten im Irak beteiligt. Von einem Insider erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass auch der Iran eine Kooperation mit dem Erzfeind USA erwäge, um die Islamisten zu stoppen. Der Schritt werde innerhalb der iranischen Führung diskutiert, hieß es. Der Iran ist schiitisch geprägt.

Die Isil ist auch in den syrischen Bürgerkrieg verwickelt, wo sie gegen die Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad kämpft, aber auch gegen andere Islamisten-Gruppen. Nach Angaben syrischer Oppositioneller schafft die Isil ihre im Irak erbeuteten Waffen über die Grenze nach Syrien. Bewohner in der Region berichteten, dass die Islamisten mit Planierraupen Breschen in die Erdwälle schlugen, die bislang beide Staaten trennen.

In den neu eroberten Gebieten im Irak veröffentlichte die Isil unterdessen Verhaltensregeln auf der Grundlage des islamischen Rechts. Diese beinhalten ein Verbot von Alkohol und Zigaretten. Frauen müssten sich komplett verhüllen und dürften nur weite Kleidung tragen. Die UN-Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay ist ihrem Sprecher zufolge besorgt über Massenhinrichtungen und die Vertreibung von rund einer halben Million Menschen. Das Welternährungsprogramm WFP nahm die Notversorgung für rund 42.000 Menschen auf, die aus Mossul fliehen mussten.

Zum Tode Reinfried Pohls: Respekt, Alter!

www.manager-magazin.de - 13. Juni 2014 - 17:12
Reinfried Pohl, Gründer des größten deutschen Finanzvertriebs, war ein Fan konservativer Werte. Sein Konzept war simpel, der Erfolg enorm. Heute kopieren Banken die Methoden der einst belächelten Vertriebs-Konkurrenz. Von der Finanzcommunity bekam Pohl schon lange, was er sich am meisten wünschte: Anerkennung.

Prozess gegen Ex-Wölbern-Chef Schulte: Chefvisite im Landgericht

www.manager-magazin.de - 13. Juni 2014 - 16:48
Starker Auftritt eines Belastungszeugen im Prozess gegen Heinrich Maria Schulte, Ex-Chef des Fondshauses Wölbern Invest. Das kann sich der Arzt und Alphamann auf der Anklagebank natürlich nicht gefallen lassen.

Barrick Gold-Aktie: Goldproduzent profitiert vom steigenden Goldpreis

Goldseiten.de - 13. Juni 2014 - 16:47
Die Aktie des kanadischen Goldproduzenten Barrick Gold kann weiterhin vom steigenden Goldpreisen profitieren. Obwohl der Kurs am heutigen Handelstag etwas im Minus liegt, dürften die Nachrichten über ...

Experten: Islamisten bringen im Irak erbeutete Waffen nach Syrien

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 13. Juni 2014 - 16:03

Die radikale Islamistengruppe Isil schafft Experten zufolge die im Irak erbeuteten Waffen an ihren zweiten Kriegsschauplatz nach Syrien. Die oppositionelle Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte berichtete am Freitag unter Berufung auf Mitarbeiter vor Ort, es sei irakisches Kriegsgerät auf den syrischen Straßen gesichtet worden. Gleichzeitig lasse die Isil in Syrien seit vier Tagen die Waffen schweigen. “Wir wissen nicht genau, warum”, sagte der Leiter der Organisation, Rami Abdulrahman, der Nachrichtenagentur Reuters per Telefon. Nur nordöstlich von Aleppo sei die Gruppe weiter in Gefechte verwickelt. Die anderen Bürgerkriegsparteien setzten dagegen ihre Kämpfe fort.

Anhänger der Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil) veröffentlichten im Internet Bilder von Kriegsgerät wie amerikanische Humvee-Geländewagen. Die Fahrzeuge seien über die Grenze nach Syrien gefahren worden, hieß es. Die Angaben konnten nicht überprüft werden.

Isil hat in den vergangenen Tagen bei ihrer Blitzoffensive im Irak unter anderem Mossul eingenommen, die zweitgrößte Stadt des Landes. Ihr sollen neben den Geländewagen auch Kampfhubschrauber in die Hände gefallen sein. Der Leiter von IHS Jane’s Terrorism and Insurgency Centre, Matthew Henman, erklärte, die Gruppe werde nun sehr viel einfacher Material und Menschen über die Grenze schaffen können. “Leichte und schwere Waffen, Militärfahrzeuge und Geld”, das bei der Einnahme Mossuls erbeutet worden sei, werde nun in die Wüstengebiete im Osten Syriens gebracht. Das seien die Regionen, die Isil als Aufmarschgebiete für ihre Angriffe nutze.

Verdächtiges Gepäckstück: Herrenloser Koffer legt Ku’damm lahm

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 13. Juni 2014 - 15:55

Der Kurfürstendamm in Berlin. (Foto: DWN)

Ein verdächtiges Gepäckstück hat am späten Nachmittag den Ku’damm in Berlin lahmgelegt. Die Straße wurde weitgehend abgesperrt. Bei dem Gepäckstück handelt es sich um einen herrenlosen Koffer.

Eine Sprecherin der Polizei-Pressestelle Berlin, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass der Inhalt des Koffers noch nicht identifiziert wurde:

„Die Kriminaltechnik befindet sich auf dem Weg zum Kurfürstendamm und schaut sich das genauer an. Anschließend wird über das weitere Vorgehen entschieden.“

Der herrenlose Koffer wurde um 17:29 Uhr von Polizei-Spezialisten gesprengt. Der Koffer war leer. Der Ku’damm wurde anschließend wieder frei gegeben. Die polizeilichen Absperrungen wurden abgebaut.

Kunden sollen Rücksendekosten beim Online-Shopping tragen

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 13. Juni 2014 - 15:43

Das Einkaufsverhalten von Online-Shoppern könnte sich durch das neue Widerrufsrecht grundlegend verändern. (Foto: Arno Burgi / dpa)

Neun von zehn Online-Shoppern wollen aufgrund des neuen Widerrufsrechts bewusster einkaufen. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der EU-Verbraucherrechte-Richtlinie am 13. Juni 2014 wird auch das Widerrufsrecht im Online-Handel neu geregelt: Fortan soll der Verbraucher die Rücksendekosten tragen.

Eine gemeinsame Umfrage von deals.com und guenstiger.de ergab jedoch, dass das derzeitige Rückgaberecht bei deutschen Online-Kunden außerordentlich beliebt ist: Rund drei Viertel haben online bestellte Ware schon einmal wieder zurückgeschickt (76 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer). Bei den unter 30-Jährigen haben sogar fast vier von fünf schon einmal Online-Bestellungen retourniert. 23 Prozent der jungen E-Shopper schicken bestellte Mode-Artikel sogar in den meisten Fällen oder immer zurück. Für rund die Hälfte der Deutschen macht die Möglichkeit zum kostenlosen Rückversand Online-Shopping überhaupt erst attraktiv (54 Prozent).

Der „Ankleidekabine“ Wohnzimmer droht das Aus. Für viele E-Shopper ist es zum festen Bestandteil des Online-Einkaufserlebnisses geworden, die eigenen vier Wände zum An- und Ausprobieren von Waren zu benutzen: So bestellt jede dritte Frau (35 Prozent) und jeder dritte unter 30-Jährige regelmäßig bewusst verschiedene Ausführungen eines Produkts, um sich zu Hause in Ruhe zu entscheiden und den Rest zurückzuschicken. Doch genau dieser Shopping-Trend ist durch die Neuregelung des Verbraucherrechts gefährdet.

Insgesamt senden Frauen Waren vorrangig zurück, wenn sie nicht passten oder ihnen nicht gefallen. Männer retournieren Bestellungen eher, wenn sie beschädigt sind oder nicht der versprochenen Qualität entsprechen.

Artikel aus der Modebranche und der Textilindustrie werden besonders häufig umgetauscht oder zurückgegeben: Neun von zehn derjenigen Kunden, die schon einmal vom Rückgaberecht Gebrauch gemacht haben, schickten Bekleidungsartikel zurück.

Mit der Reform des Verbraucherrechts blickt der Online-Handel unter Umständen stürmischen Zeiten entgegen: Neun von zehn Deutschen wollen ihr Online-Shoppingverhalten ändern, sollten sie immer für den Rückversand aufkommen müssen (88 Prozent).

„Händler sollten auch nach der Reform des Widerrufsrechts auf die Kundenwünsche eingehen – oder müssen ansonsten anderweitige Sparmöglichkeiten anbieten, um Kunden langfristig zu binden“, so Tobias Conrad, General Manager bei deals.com.

Von der Neuregelung könnte vor allem der stationäre Handel profitieren: Fast jede zweite Frau plant – sollte sie für die Rücksendekosten aufkommen müssen – häufiger direkt im Ladengeschäft einzukaufen (47 Prozent, 42 Prozent insgesamt). Jeder fünfte deutsche E-Shopper würde die Artikel zudem verstärkt vor der Online-Bestellung im Laden an- oder ausprobieren und begutachten (20 Prozent).

Chinesen reißen sich um VW-Autos – Amerikaner nicht

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - 13. Juni 2014 - 15:37

Die Welt von Volkswagen beim Absatz ist weiter zweigeteilt: Während der erfolgsverwöhnte Zwölf-Marken-Konzern in China auch per Mai hohe zweistellige Zuwächse einfuhr und sich der Verkauf in Europa weiter erholte, gaben die Auslieferungen in den USA und besonders in Südamerika kräftig nach. In den ersten fünf Monaten summierten sich die Auslieferungen rund um den Globus auf 4,1 Millionen Fahrzeuge, 6,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. “Erstmals haben die Marken des Volkswagen-Konzerns per Mai über vier Millionen Fahrzeuge ausgeliefert”, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler am Freitag. Allein im Mai kletterte der Absatz um 5,9 Prozent auf rund 865.000 Fahrzeuge.

Besonders kräftig steigerte sich die tschechische VW-Tochter Skoda, die seit Jahresbeginn 13,5 Prozent mehr von ihren Wagen verkaufte. Audi lieferte 11,5 Prozent mehr von seinen Oberklasseautos aus, Porsche kam auf plus 6,3 Prozent. Die Kernmarke VW Pkw legte um 4,4 Prozent zu. Ihre spanische Schwester Tochter Seat verbesserte sich um 8,9 Prozent. Einzige Marke mit Absatzminus war die VW-Transportersparte.

Wellgreen Platinum Ltd. kündigt 'Bought-Deal-Finanzierung' in Höhe von 6,0 Mio. CAD an

Goldseiten.de - 13. Juni 2014 - 15:19
Nicht zur Weitergabe an US-Nachrichtenagenturen oder zur Verbreitung in den USA Vancouver, British Columbia, Kanada. 11. Juni 2014. Wellgreen Platinum Ltd. (WKN: A1XBAJ; TSX-V: WG; OTCQX: WGPLF) (" ...
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